Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Im Sturmboot "wilder Ritt" über die Donau

09.03.2009

Im Sturmboot "wilder Ritt" über die Donau

Neuburg (xh) - Marschieren nach Karte und Kompass, Waffendrill, Schießen im Simulator, Handgranatenzielwurf und ein "Ritt" im Sturmboot auf den Donauwellen: Der 21 Kilometer lange Marsch durch die Stadt, Dörfer und dem Englischen Garten war gespickt mit herausfordernden Aufgaben, die sich 90 Teilnehmer bei der 25. Winterpatrouille der Reservistenkameradschaft Neuburg mit Ehrgeiz und zugleich Spaßfaktor stellten. Sieger wurde das Team aus Gaimersheim.

Wetterkapriolen mit Schneefall, Wind und kühlen Temperaturen waren von den Organisatoren aus der Reservistenkameradschaft Neuburg zwar nicht bestellt, "aber sie machen die Winterpatrouille zu dem, was sie wettermäßig sein soll", sagte der Vorsitzende Gerhard Hausmann. Zusammengestellt hat die Jubiläumsauflage ein erfahrenes Team um Oberstleutnant der Reserve Hermann Hauck. Unterstützt wurden die Reservisten mit Fahrzeugen, Waffen, Marschverpflegung und Geräte vom Jagdgeschwader 74, Bundeswehr - Fuhrparkservice und der Flarak - Gruppe Oberstimm. Vor Ort beteiligten sich die Stadtfeuerwehr, die Wasserwacht und das Technische Hilfswerk. "Das funktioniert alles reibungslos und spiegelt auch das glänzende Miteinander in Neuburg", so bringt Peter Winterholler die Veranstaltung auf den Punkt. Alles Faktoren, warum die zwölf Mannschaften gerne nach Neuburg anreisten. Den weitesten Weg an die Donau musste der Patenverein Bad Segeberg (800 Kilometer) absolvieren. Am Start, dem Vereinsheim der Reservistenkameradschaft in der ehemaligen Lassigny-Kaserne, mussten die Teilnehmer eine ruhige Hand und ein scharfes Auge mit der Luftpistole beweisen. Nach einem Fußmarsch durch die Stadt erwartete die Marschierer im Englischen Garten die Station mit Waffendrill.

Dort zählte beim Zerlegen einer Pistole P8, dem Gewehr G 36 und einem Maschinengewehr jede Sekunde, beim Handgranaten-Zielwerfen waren es Zentimeter. Im Sturmboot, beim "Ritt auf Donauwellen", mussten sich die Reservisten fest einhalten, zugleich aber waren es auf der 1,5 Kilometer langen Wasserstrecke wenige Minuten zum Ausschnaufen. Weitere Stationen bildete der Schießsimulator in der Wilhelm-Frankl-Kaserne, der Aufbau der Neuburger Feuerwehr, die Fahr- und Flugzeugerkennung, eine Personenkontrolle und Aufgaben mit Karte und Kompass. Wenige Kilometer vor dem Ziel überraschte das THW die Reservisten am Bachweiher mit einem Seilsteg. Die Reservisten bewiesen beim Überqueren des Gewässers neben der Geschicklichkeit noch Schnelligkeit, zählte doch für das Punktekonto jede Sekunde. Die meisten Zähler erkämpfte sich das Team (vier Männer) aus Gaimersheim. Abgerundet wurde der Wintermarsch mit der Siegerehrung durch OB Dr. Bernhard Gmehling sowie dem Kameradschaftsabend in der warmen Stube im Domizil der Reservistenkameradschaft.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren