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Statistik

01.12.2017

Immer mehr Gewalt gegen Polizisten

Allein im vergangenen Jahr gab es 142 Gewaltdelikte gegen Ingolstädter Beamte

Fast jeder zweite Ingolstädter Polizist ist schon mit Gewalttätigkeiten konfrontiert gewesen. Das teilt die Inspektion Ingolstadt mit. Eine statistische Lageauswertung habe ergeben, dass es in Ingolstadt allein im Jahr 2016 zu 142 Fällen von Gewaltdelikten gegen Polizeibeamte gekommen sei. Die Bandbreite sei dabei breit gefächert: Sie reiche von gefährlicher Körperverletzung (in fünf Fällen), einfacher Körperverletzung (in 38 Fällen), Widerstand ohne Körperverletzung (in 13 Fällen), Beleidigung (in 77 Fällen) und Sonstige wie etwa das Festhalten an Gegenständen (in neun Fällen). Allein in der Nacht zum Donnerstag habe es innerhalb von sieben Stunden während der Nachtschicht vier Einsätze gegeben, bei denen gegen Polizisten zum Teil erheblich Widerstand geleistet worden sei. Zwei Beamte wurde dabei verletzt.

Den Anfang machte eine alkoholisierte Ingolstädterin, die am Viktualienmarkt Streit anzettelte und dann später nach den Beamten getreten habe.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Polizei nach Großmehring gerufen. Ein junger Mann habe wegen Liebeskummer Tabletten geschluckt, um sich das Leben zu nehmen, hatte es geheißen. Als die Polizei kam und helfen wollte, habe sich der Mann äußerst unkooperativ und aggressiv gezeigt. Und er habe erheblichen Widerstand geleistet, als es darum ging, ihn wegen einer dringend erforderlichen Behandlung ins Krankenhaus zu bringen.

Im dritten Fall ging es um zwei angetrunkene Männer, die auf der Münchener Straße Fahrzeuge aufhielten und sich und andere dadurch gefährdeten. Während einer der Männer anstandslos seine Personalien angab, habe sein Begleiter nach einem der Polizeibeamten gegriffen diesen geschubst. Er hatte 2,24 Promille.

Den Abschluss machte ein 37-Jähriger ohne festen Wohnsitz, der sich gegen 1.20 Uhr zwischen den geschlossenen Buden des Christkindlmarktes herumtrieb. Ein Security-Angestellter hatte den widerspenstigen Mann festgehalten. Bei der Übergabe an die Polizeibeamten konnte sich dieser kurz losreißen und habe versucht, Polizisten mit gezielten Faustschlägen im Gesicht zu treffen. Heraus kam zudem, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag. Er habe sich weiter gewehrt und auch Richtung der Beamten gespuckt. Erschwerend hinzu kam für die Beamten, dass der Mann sagte, er leide unter Hepatitis B und C.

Auf tätliche Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte stehen Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren. (nr)

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