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04.03.2009

Immer seltener spielt eine Bläsergruppe

Burgheim-Straß (nr) - Für den Soldaten- und Kameradenverein Straß-Moos wird es zunehmend schwieriger, eine Bläsergruppe zu den Beerdigungen zu organisieren. Dieses Manko bedauerte Vereinsvorsitzender Franz Hadinger bei der jüngsten Mitgliederversammlung. Aus diesem Grund muss der Verein immer öfter anstatt eines musikalischen Abschiedsgrußes eine Blumenschale ans Grab bringen. Hadinger betonte allerdings, dass die Kameraden weiterhin mit einer Fahnenabordnung und dem Böllerschützen, der den Salut schießt, zu den Beerdigungen kommen.

Fünf neue Mitglieder

Aktuell zählt der Straßer Soldatenverein 130 Mitglieder, darunter fünf Ehrenmitglieder und auch neun Frauen. Im vergangenen Jahr konnte der Verein sogar fünf neue Mitglieder gewinnen. Nach den Ausführungen von Hadinger nahm der Verein im vergangenen Jahr an der Fronleichnamsprozession teil und war bereits zum zweiten Mal bei der Soldatenwallfahrt in "Maria Elend" bei Baar. Auch beim Volkstrauertag und beim traditionellen Turmblasen am Heiligen Abend nach der Mitternachtsmette waren sie dabei. Natürlich war der Verein auch beim Dorffest vertreten, wo er Kaffee und Kuchen verkaufte.

Auf Einladung des Schützenvereins rückten die Kameraden mit ihrer Fahnenabordnung und den uniformierten Mitgliedern zur Einweihung des neu ausgebauten und umgestalten Schießstands aus. Der Vereinsausflug ging nach Söll zur "Hohen Salve". Bei der Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge brachten die Mitglieder einen stattlichen Betrag von 560 Euro zusammen. Zuletzt erhielten die neun Damen des Vereins einen schicken Hut, um ihre Uniform zu komplettieren.

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Der Landesvorsitzende der Bayrischen Kameraden- und Soldatenvereinigung, Hans Schiener, ging in seinem Memento auf die gefallenen Soldaten ein. "Die Erinnerung an sie ist wachzuhalten als Mahnung. Krieg als Mittel der Politik ist zu ächten", sagte er. Schiener gedachte auch der bei den Auslandseinsätzen gefallenen Bundeswehrsoldaten. "Ihr Opfer für den Frieden ist unsere Verpflichtung."

Weil die Namen am Kriegerdenkmal in Straß kaum mehr zu lesen sind und das Denkmal deshalb restauriert werden müsste, einigten sich die Mitglieder darauf, dass Hadinger einen entsprechenden Antrag an Bürgermeister Albin Kaufmann übergibt. Dies hat der Vorsitzende bei der Bürgerversammlung in Straß am Dienstag auch getan.

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