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Bauen

14.06.2017

Immer teurer

Ingolstadt wächst und die Grundstücke werden immer teurer. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich Ingolstadt hat die Bodenrichtwerte neu bestimmt und den nächsten Immobilien-Marktbericht herausgegeben.

In Ingolstadt sind die Bodenrichtwerte im Stadtgebiet um durchschnittlich 60 Prozent gestiegen. Für ein Einfamilienhaus musste man 2016 im Schnitt 640000 Euro zahlen

Wer in Ingolstadt Grundstücke erwerben und bauen möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Wie die Stadt nun mitteilte, hat der Gutachterausschuss wegen des starken Einwohnerwachstums und der wirtschaftlich guten Lage die Bodenrichtwerte zum Stichtag Ende 2016 deutlich angehoben. Im Stadtgebiet (außerhalb der Altstadt) stiegen sie um durchschnittlich 60 Prozent, wie Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle gestern mitteilte. In der Altstadt lägen die Werte für baureifes Wohnbauland zwischen 1200 und 3900 Euro pro Quadratmeter.

Die wesentliche Informationsgrundlage für die Ermittlung der Bodenrichtwerte ist die sogenannte Kaufpreissammlung. Die entsteht wie folgt: Jeder Vertrag, durch den sich jemand verpflichtet, ein Grundstück oder eine Immobilie zu kaufen, zu tauschen oder zu übertragen, wird – gesetzlich vorgeschrieben – dem Gutachterausschuss übersandt. Der führt so die Kaufpreissammlung zusammen und wertet sie aus. Die Bodenrichtwerte zeigen jeweils die Entwicklung der vergangenen beiden Jahre. Preßlein-Lehlein betonte gestern: „Die Sammlung spiegelt das Marktgeschehen wieder.“

Das Bodenwertniveau in den Gewerbe- und Sondergebieten stieg den weiteren Angaben zufolge im Durchschnitt um rund 11 Prozent im Vergleich zu 2014 an. Bei den landwirtschaftlichen Flächen steigen die Werte im Ingolstädter Osten um etwa 47 Prozent, im Nordwesten um etwa 70 Prozent und im Südosten um etwa 35 Prozent.

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses veröffentlicht alle zwei Jahre auch einen Immobilienmarktbericht, um den Markt transparent zu halten. Genau wie bei den Bodenrichtwerten ist die Basis auch hierfür die Kaufpreissammlung. Laut Immobilienmarktbericht muste man 2016 für ein Einfamilienhaus im Durchschnitt etwa 640000 Euro, für Reihenhäuser und Doppelhäuser etwa 440000 beziehungsweise etwa 500000 Euro bezahlen. Für Neubauwohnungen lag der Quadratmeterpreis 2016 bei durchschnittlich 4088 Euro. (nr)

Den Immobilienmarktbericht kann man bei der Stadt Ingolstadt bekommen. Mehr im Netz unter www.ingolstadt.de

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