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Ehekirchen

24.11.2017

In Ehekirchen weihnachtet es wieder

Der Weihnachtsmarkt in Ehekirchen war ein Besuchermagnet, wie dieses Foto aus dem Jahr 2001 beweist. 
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Der Weihnachtsmarkt in Ehekirchen war ein Besuchermagnet, wie dieses Foto aus dem Jahr 2001 beweist. 

Lisa Ruml-Lang lässt den Christkindlmarkt in der Hauptstraße aufleben. Nach vier Jahren Pause findet er dieses Jahr am 9. Dezember statt.

Das Wetter war schauderhaft und eigentlich dazu bestimmt, es sich zuhause auf dem Sofa mit einem heißen Tee und ein paar Plätzchen gemütlich zu machen. Doch am 14. Dezember 1997 zog es die Ehekirchener trotz des dichten Schneetreibens und Regens in die Hauptstraße, wo Glühwein, Steckerlfisch, Waffeln und jede Menge handgearbeiteter Waren „made in Ehekirchen“ auf sie warteten. Gut beschirmt und warm angezogen lauschten sie den wohl gereimten Worten des Christkindls Claudia Schropp, das den ersten Weihnachtsmarkt in Ehekirchen zusammen mit Bürgermeister Heinrich Schmalbach eröffnete. Nur dem Nikolaus war das Wetter offenbar zu nasskalt gewesen; er war erst gar nicht erschienen.

Das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch, wie in der damaligen Ausgabe der Neuburger Rundschau nachzulesen ist. Georg Zett fuhr die Kinder zu deren Begeisterung kostenlos mit der Pferdekutsche durch den Ort, während sich die Erwachsenen von Stand zu Stand ratschten. Was für ein wichtiger Kommunikationsplatz so ein Weihnachtsmarkt ist, offenbarte damals eine ältere Dame: „Die ganze Zeit bin i alloa dahoam. Heut’ treff’ i so viel Leut’. Ich mag gleich gar net heimgeh’n!“

Zwanzig Jahre später soll es in der Ehekirchener Hauptstraße wieder einen solchen Weihnachtsmarkt geben. Lisa Ruml-Lang will die Tradition wiederbeleben, die 2013 ein vorläufiges Ende gefunden hatte. Denn der letzte Weihnachtsmarkt in Ehekirchen fand 2012 auf dem Rathausplatz statt. Der Grund: Die Resonanz bei den Teilnehmern war zuletzt recht mau: Nur noch sieben Stände, davon sechs mit Verzehr, hatten sich für den Markt 2013 angemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 16 gewesen. Deshalb beschloss der Gemeinderat, den Weihnachtsmarkt 2013 pausieren zu lassen und 2014 mit einem „Freundeskreis Dorfweihnacht Ehekirchen“ neu ins Leben zu rufen. Daraus wurde allerdings nichts.

Jetzt hat Lisa Ruml-Lang die Sache in die Hand genommen. Die 27-Jährige kommt eigentlich aus Regensburg und wohnt erst seit wenigen Jahren in der Gemeinde. Den alten Weihnachtsmarkt in Ehekirchen kennt sie also gar nicht – dafür aber ihr Schwiegervater umso besser. Hans-Jörg Ruml war von Anfang an mit einem Getränkestand mit dabei. Er konnte seiner Schwiegertochter deshalb bei der Suche nach passenden Standbetreibern helfen. „Ich hab Gott und die Welt angerufen“, erzählt Lisa Ruml-Lang. Ihr Ansinnen ist auf positive Resonanz gestoßen, sodass am Samstag, 9. Dezember, 20 Buden entlang der Hauptstraße stehen werden. Es wird unter anderem Töpferwaren, Kerzen, Grußkarten und natürlich Süßes, Herzhaftes, Kaltes und Heißes zum Essen und Trinken geben. Und darüber hinaus sollen wieder die beliebten Kutschfahrten angeboten werden. Den Sanitätsdienst an diesem Tag übernehmen die Helfer vor Ort der Feuerwehr Ehekirchen.

Sollte der Markt gut angenommen werden, überlegt Lisa Ruml-Lang, die Veranstaltung nächstes Jahr vielleicht auf ein Wochenende auszuweiten.

Das Programm:

15 Uhr: Eröffnung des Weihnachtsmarktes mit den Kindergartenkindern aus Ehekirchen

16 Uhr: Auftritt des Ehekirchener Chors; Kutschfahrten starten (bis 18 Uhr)

16.30 Uhr: Auftritt der Blaskapelle Ehekirchen

18.30 Uhr: Auftritt der Mühlfelder Alphornbläser

zwischen 15 und 19 Uhr nehmen das Christkind und der Nikolaus Wunschzettel entgegen (können auch vor Ort geschrieben werden)

während es kompletten Marktes ist auf dem Hof der Familie Ruml eine Krippe ausgestellt.

gegen 22 Uhr: Ende der Veranstaltung

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