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09.03.2009

In Schichten unterrichtet

Neuburg (lwa) - Der Schwalbanger wuchs schnell, sehr schnell. So wurde bald der Wunsch nach einer Schule laut. Dem wurde Rechnung getragen. 1966 werkelten und schufteten die Handwerker an den beiden Pavillons und 1967 trippelten die ersten Kinder in die Schwalbangerschule.

Es ist die Zeit der Schulreform. Die selbstständigen Schulen aus Wagenhofen, Rohrenfels und Marienheim werden zum Schulsprengel "Schwalbanger" geschlagen. Die Schulreform sorgt für einen bis dahin noch nicht da gewesenen Kindertransfer vom Elternhaus zur Schule. Heute sind die Schulbusse nicht mehr wegzudenken.

Die Schulräume platzen bald aus allen Nähten. Klassenstärken von 57 Kindern sind keine Seltenheit. Ein Schichtunterricht wird notwendig, Lehrermangel und schlechte Buskoordination sind die gravierenden Kritikpunkte, die die Eltern in Wallung bringen. Sogar mit einem Schulstreik wird gedroht. Doch so weit ist es nicht gekommen.

Der Stadtrat muss handeln. Nach nur zwei Jahren muss das neue Schulgebäude erweitert werden. Ein Hochbau für zwölf Klassenräume steht diesmal auf den Plan. Baubeginn ist der 10. September 1970. Nach gut einem Jahr steht der Bau. Zwischen 700 und 800 Schüler besuchen die Schule, dies dürfte zugleich der Höchststand gewesen sein. Rund 15 Jahre später passieren noch 440 Schüler diese Räume.

Die Schule war längst in Betrieb, doch erst am 30. Mai 1972 wird sie in einer Feierstunde von Regierungsvertretern von Schwaben offiziell übergeben. Dies war zugleich in Neuburg die letzte schwäbische öffentliche Amtshandlung. Die Gebietsreform stand vor der Türe und zum 1. Juli 1972 wurden Neuburg und der Altlandkreis Oberbayern geschlagen. Von Schwaben gebaut, von Oberbayern übernommen - den Mädchen und Buben in der Schule wird dies letztlich aber egal sein.

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