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Trauer

21.02.2015

In memoriam Manfred Reichl

Manfred Reichl

Der dienstälteste Mitarbeiter unserer Redaktion ist nach langer Krankheit verstorben

Eine Heimatzeitung braucht engagierte Menschen, die über das lokale Geschehen berichten, Land und Leute kennen und verwurzelt sind. Solche Mitarbeiter sind mit ihren Beiträgen eine wichtige Bereicherung in der lokalen Berichterstattung. Sie sind deshalb für eine Redaktion von hohem Wert. Ein Mann, der sich mehr als sein halbes Leben für die Neuburger Rundschau eingesetzt hat, war Manfred Reichl. In der Nacht zum Freitag ist er von uns gegangen.

Wenige Wochen nach seinem 74. Geburtstag ging Reichls langer Kampf gegen eine tückische Krankheit zu Ende. Er war bis zum Ende in guter familiärer Begleitung, die gekennzeichnet war von tiefer Liebe, Hingabe und Fürsorge durch die Seinen.

Die Mitglieder unserer Redaktion werden ein ehrendes Andenken wahren an ihren dienstältesten freien Mitarbeiter. Er war über 40 Jahre lang zu jeder Zeit und an jedem Tag zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Manfred Reichl war für viele Menschen, Verbände, Vereine, Organisationen und nicht zuletzt Leser ein Begriff. Sein Name und seine Person wurden automatisch immer auch mit der Neuburger Rundschau verbunden, weil er wie kaum ein anderer das weite Feld des lokalen Geschehens bearbeitete. Angefangen von unzähligen Generalversammlungen in Vereinen bis hin zum kommunalpolitischen Geschehen.

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Schon vor seiner Versetzung in den Ruhestand berichtete der Industriemeister, der sein Berufsleben bei Audi vollendet hat, regelmäßig über die Entscheidungen in verschiedenen Gemeinderäten. Er begleitete so über Jahre hinweg auch die kommunalpolitische Entwicklung im Einzugsgebiet sehr eng.

Kein Thema war ihm fremd und auch vor brisanten Aufgaben scheute er nie zurück. Er war ein Mensch mit Ecken und Kanten. Und mit einer eigenen Meinung, die er stets auch deutlich zum Ausdruck brachte, wenn er es für angebracht hielt. Selbstbewusst und engagiert ging er jede journalistische Aufgabe an. Mitunter auch kämpferisch und dann niemals müde werdend. Weil er die Heimatzeitung in sein Herz geschlossen hatte.

Manfred Reichl leistete eine erhebliche Mitarbeit zur ständigen Weiterentwicklung der lokalen Berichterstattung in dieser Zeitung. Sein Einsatz ging weit über das normale Maß eines freien Mitarbeiters hinaus. Darüber hinaus fand er in seiner knapp bemessenen Freizeit irgendwie auch noch Platz und Muße für Ehrenämter. Unter anderem auch für seinen Heimatort Bergheim. Dort saß Reichl von 1984 bis 1996 im Gemeinderat. (haju)

Die Beerdigung findet am Dienstag statt. Der Trauergottesdienst beginnt um 14 Uhr in der Pfarrkirche Bergheim.

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