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Neuburg

20.10.2020

Infizierte Stadträtin in Neuburg: So steht es um den Fall „Parkhaus“

Hier wurden die Kommunalpolitiker getestet: in der Corona-Teststation in Mühlried.
Bild: Winfried Rein

Plus So weit bekannt, gab es bislang unter den betroffenen Politikern in Neuburg kein positives Corona-Testergebnis. Doch beim Thema Quarantäne bleibt das Gesundheitsamt in Neuburg konsequent.

Doppelt so viele genesene Landkreisbürger (21) wie Neuinfektionen (10) verkündet das Gesundheitsamt Neuburg-Schrobenhausen seit der letzten Meldung. Damit sind aktuell 68 Landkreisbürger mit dem Corona-Virus infiziert. Zur hoffnungsvollen Nachricht passt auch diese: Der Corona-Fall „Parkhaus“ scheint glimpflich ausgegangen zu sein.

Bis Dienstagnachmittag ist jedenfalls, soweit bekannt, noch kein positiver Covid-19-Test gemeldet worden. 60 bis 70 Kontaktpersonen mussten, wie berichtet, nach der Infektion einer 63-jährigen Stadträtin zum Testen und in Quarantäne.

Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling zeigt sich erleichtert

Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, ebenfalls negativ getestet, zeigt sich erleichtert über das Ausbleiben weiterer Infektionen. Nachdem sich wieder die „Handlungsfähigkeit“ der Stadtpolitiker abzeichnet, soll die ausgefallene Stadtratssitzung inklusive Finanzausschuss kommenden Dienstag, 27. Oktober, nachgeholt werden.

Beim Thema Quarantäne bleibt das Gesundheitsamt aber konsequent. Es gab Kontrollanrufe und bis einschließlich Montag, „und zwar bis 24 Uhr“ gilt diese Vorschrift, wie eine Anruferin des Gesundheitsamtes Fritz Goschenhofer oder auch 3. Bürgermeister Peter Segeth mitteilte. Diese beiden erhielten ihr negatives Ergebnis ebenso wie der OB telefonisch mitgeteilt, während die Besucher der Kreis-Teststation in Mühlried das Resultat über ihren QR-Code frühzeitig über E-Mail erfuhren.

Bei der Einweihung des Parkhauses vor einer Woche war eine mit Covid-19 infizierte Stadträtin dabei.
Bild: Winfried Rein (Archiv)

Vor der Station in dem Schrobenhausener Stadtteil hatte sich Montagnachmittag eine kleine Schlange mit Neuburger Stadträten und weiteren Teilnehmern der Parkhauseröffnung gebildet. Sie waren kompakt zum Testen gebeten worden. Die Abläufe dort seien „super organisiert“, so CSU-Stadträtin Gabriele Kaps, aber die Fahrt von Neuburg nach Mühlried, erschwert durch diverse Baustellen, sei doch sehr umständlich. Die Oberstudienrätin müsste – wie alle anderen – auch bei einem zweiten Negativtest bis zum Ende der 14-Tage-Frist in Quarantäne bleiben, da macht das Gesundheitsamt keine Ausnahme. „Dann machen wir morgen im Gymnasium Distanzunterricht über Videostream“, überlegt die Stadträtin.

Negativ getestet wurde auch Neuburgs Stadtpfarrer Herbert Kohler

Negativ getestet wurde indes auch Herbert Kohler. Der Stadtpfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Hl. Geist hatte ebenfalls an der Parkhauseröffnung teilgenommen. Weil er den Gottesdienst am Sonntag abgehalten hatte, meldeten sich zuletzt einige Gläubige in der Pfarrei – aus Sorge, sich vielleicht infiziert zu haben. All jenen möchte der Stadtpfarrer Entwarnung geben: „Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr.“

Eine Stadträtin muss den Test wegen Ungültigkeit des ersten Abstriches wiederholen. Auch die Betroffenen der „Alters-Risikogruppe“ wie Heinz Schneider, Rüdiger Vogt, Bettina Häring und Heinz Enghuber nahmen das Negativergebnis entspannt zur Kenntnis. „Ein bisschen Angst habe ich schon gehabt“, bekennt Bettina Häring (FDP) . Beim parteiübergreifenden Treffen der Stadträtinnen Dienstagabend war sie ihrer infizierten, bereits leicht angeschlagenen Kollegin gegenüber gesessen. Das Beste wäre es gewesen, die Zusammenkunft einfach abzusagen, sagt Häring im Nachhinein.

Im Neuburger Geschwader gibt es mittlerweile "einige wenige Corona-Fälle"

Während sich die Lage beim Corona-Fall „Parkhaus“ zu entspannen scheint, gibt es aktuell auch im Taktischen Luftwaffengeschwader 74 „einige wenige Fälle“. Wie die Pressestelle mitteilt, wurden die unmittelbar betroffenen Kontaktpersonen bereits getestet und die Kontaktpersonen der Kategorie 2 und 3 in Quarantäne geschickt. Der Betrieb im Geschwader sei jederzeit sichergestellt, zumal es in wichtigen Teilbereichen schon länger Schichtbetrieb gebe. Nach wie vor liegt der 7-Tages-Inzidenz-Wert im Landkreis über der roten Linie von 50. (mit mari)

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