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Ingolstadt
03.05.2021

Knochenmarkspende: Pia aus Ingolstadt sucht einen Lebensretter

Die kleine Pia aus Ingolstadt leidet an einer seltenen Krankheit. Das Mädchen ist dringend auf einen Stammzellenspender angewiesen.
Foto: DKMS/privat

Die kleine Pia aus Ingolstadt leidet an einer seltenen Krankheit und ist auf einen Knochenmarkspender angewiesen. Die Familie ruft jetzt zur Registrierung bei der DKMS auf.

Die kleine Pia ist noch nicht einmal zwei Jahre alt – und schon müssen ihre Eltern um ihr Leben bangen. Denn Pia leidet an einer seltenen Krankheit und ist auf eine Knochenmarkspende angewiesen. Jetzt ruft die DKMS, die weltweit größte Stammzellenspenderdatei, dazu auf, sich registrieren zu lassen und so vielleicht ein Lebensretter für Pia oder einen anderen Erkrankten zu werden.

Pia aus Ingolstadt leidet an MDS

„Pia ist mit ihren 21 Monaten ein lustiges und fröhliches Kind, die jeden zum Lachen bringt“, heißt es in einem Schreiben der DKMS. Doch ein normales Kinderleben – spielen mit Freunden oder der Besuch einer Kita – ist derzeit für das Mädchen nicht möglich. Pia ist schwer krank und kämpft um ihr Leben. Die kleine Ingolstädterin leidet an MDS, einer Erkrankung des blutbildenden Systems. Nur eine Stammzellspende kann das kleine Mädchen retten.

Pia aus Ingolstadt ist 21 Monate alt und leidet an MDS, einer Vorstufe von Leukämie.
Foto: DKMS/privat

Während einer Routineuntersuchung wurde die Krankheit bei Pia festgestellt

Pia ist ein fröhliches Kind, das Musik über alles liebt und lautstark zu Kinderliedern mitsingt. Doch während einer Routineuntersuchung hat Mama Rojda ein komisches Bauchgefühl. Kurz danach stellen die Ärzte die Diagnose MDS – myelodysplastisches Syndrom. Der Blutbildungsprozess ist bei Pia nachhaltig gestört und es kann unbehandelt zu einer akuten Leukämie oder zum Tod führen. Pias einzige Chance ist es, einen passenden Stammzellspender zu finden.

Die Familie verbringt seit der Diagnose viele Tage und Wochen im Krankenhaus. Pia muss unzählige Untersuchungen über sich ergehen lassen. Als Pias Tante Ela von der Diagnose hörte, stand für sie sofort fest: „Wir nehmen das Schicksal selbst in die Hand und organisieren für Pia und andere suchende Patienten einen Registrierungsaufruf. „Bitte macht mit und registriert euch unter www.dkms.de/pia. Nur wer auch registriert ist, kann als potenzieller Lebensretter gefunden werden“, so der Appell von Ela.

Wegen der Corona-Pandemie darf niemand Pia besuchen

Pias Familie ist dankbar und glücklich über die Unterstützung. Aufgrund der Pandemie und der erhöhten Ansteckungsgefahr darf niemand zu Besuch kommen. Pias Immunsystem ist sehr schwach und ein erneuter Infekt würde ein Risiko bedeuten.

Doch die Familie ist und bleibt positiv. „Jeden Tag hoffen wir auf die gute Nachricht, dass der perfekte Spender gefunden wurde. Ich wünsche mir zusammen mit meinem Mann nur das Beste für unsere Tochter. Sie soll mit anderen Kindern spielen dürfen und einfach nur ein glückliches Kind sein“, sagt Pias Mama. Wegen Corona können aktuell keine Typisierungsaktionen stattfinden, doch eine Registrierung von zu Hause aus ist möglich.

Wer zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann sich bei der DKMS registrieren lassen

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Pia und anderen Patienten helfen und sich die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Die Registrierung läuft folgendermaßen ab: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen. Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem Abstrich zeitnah zurückgesendet werden, heißt es vonseiten der DKMS. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Auch Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Scharpf ruft dazu auf, sich registrieren zu lassen: „Das Schicksal der kleinen Pia macht mich tief betroffen. Ich bin selbst Vater und kann die Angst der Eltern, der Freunde und Bekannten sehr gut nachvollziehen. Seit über einem Jahr beschäftigen wir uns hauptsächlich mit den zweifellos schlimmen gesundheitlichen Folgen von Corona. Dabei dürfen wir aber auch andere Krankheiten nicht vergessen. Ich bitte daher alle Ingolstädterinnen und Ingolstädter, alle Bürgerinnen und Bürger, sich bei der DKMS zu registrieren und als potenzieller Stammzellspender Leben zu retten!“

Weitere Informationen zur Registrierung und zu Geldspenden gibt es im Internet unter www.dkms.de/pia. (nr)

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