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25.08.2020

Ingolstädterin fällt auf „Arzt“ herein

43-Jährige überweist dem Betrüger einen fünfstelligen Betrag

Eine 43-jährige Ingolstädterin ist im Internet auf einen Betrüger hereingefallen, der ihr Liebe vorgespielt, es in Wahrheit aber auf ihr Geld abgesehen hatte. Nach Angaben der Kriminalpolizei Ingolstadt hatte die Frau Anfang Juni von einem angeblichen Arzt beim US-Militär eine Freundschaftsanfrage über ein soziales Netzwerk erhalten. Die beiden tauschten Nachrichten aus und flirteten miteinander – bis er sie irgendwann um finanzielle Hilfe für seine Tochter bat. Außerdem, so sagte er, benötige er Geld für die Internetnutzung und zum Versenden von Paketen. Auf diese Bitte hin überwies ihm die Ingolstädterin einen fünfstelligen Betrag auf mehrere ausländische Konten. Der Kontakt endete erst, als die Frau den Betrug erkannte und Anzeige bei der Polizei erstattete.

Die hier angewandte Betrugsmasche ist der Polizei als Romance Scamming bekannt. Dabei suchen sich die Scammer ihre Opfer in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken. Sie flirten und umgarnen ihre Sie, bis diese sich in ihr virtuelles Gegenüber verliebt. Irgendwann fragen sie nach Geld, das beispielsweise für eine dringende Operation oder eine andere angebliche Notlage benötigt wird. Viele der Geschädigten überweisen daraufhin die geforderten Beträge, da sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrer Internet-Bekanntschaft emotional abhängig sind.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt rät zur Vorsicht bei Internetbekanntschaften, insbesondere wenn Geldforderungen gestellt werden und gibt folgende Tipps:

Wenn der Kontakt zur Internetbekanntschaft nur per Chat, Mail oder Telefon hergestellt werden kann, ist höchste Vorsicht geboten.

Sobald Geldforderungen gestellt werden, brechen Sie sofort jeglichen Kontakt ab – egal ob per Chat, Mail oder Telefon.

Gehen Sie nicht auf die Forderungen des Scammers ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld, lösen Sie keine Schecks ein, leiten Sie keine Briefe und Päckchen weiter oder bewahren diese auf.

Machen Sie bereits geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig.

Speichern Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf CD oder USB-Stick.

Informieren Sie unverzüglich die Polizei und erstatten Sie Anzeige. (nr; Foto: Fotolia)

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