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29.01.2015

Innenstadtausbau: Aufbruch nach 30 Jahren Stagnation

Es geht voran beim Thema Untere Altstadt. Der Stadtrat ist sich einig. Jetzt wird auf die Antwort der Regierung von Oberbayern gewartet. 

Der Stadtrat stimmt Konzept für Aufwertung der Unteren Altstadt zu. Jetzt werden Fördermittel bei der Regierung von Oberbayern beantragt.

Das Konzept steht. Jetzt muss es nur noch umgesetzt werden. Doch das sollte nicht zu lange dauern. Anita Kerner (FW) appellierte deshalb an die Stadtratskollegen, die Sanierung der Unteren Altstadt nicht auf die lange Bank zu schieben. „Wir sollten ein eindeutiges Signal setzen. Es ist dringend nötig, die Altstadt voranzubringen.“ Derart eingeschworen, verabschiedete das Gremium am Dienstagabend die Planung zur Umgestaltung der Innenstadt. Mit diesem Votum wird die Stadtverwaltung am Montag bei der Regierung von Oberbayern einen Antrag im Rahmen des Städtebauförderprogramms stellen.

„Eine klare Straßenhierarchie unter Beibehaltung der Parkplätze und Steigerung der Aufenthaltsqualität“, so brachte Stadtbaumeister Dieter Reichstein die Eckpunkte des Konzeptes auf den Punkt. Die Arbeitsgruppe Innenstadt mit Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und Stadtmarketing-Geschäftsführerin Vanessa Korn habe festgelegt, wie der Weg dorthin führen solle: Der Einzelhandel müsse das Zugpferd der Innenstadt bleiben; eine angenehmere Atmosphäre solle die Passanten zum Verweilen einladen. „Mit der Umgestaltung des Oswaldplatzes und der Sanierung der Weinstraße sind die ersten Schritte getan“, meinte Reichstein.

Die Planung betrifft das ganze Quartier zwischen der Münchner Straße und der Luitpoldstraße. Der westliche Teil des Gebiets war zuletzt in den 80er Jahren umgestaltet worden, im Osten gab es noch gar keine gestalterischen Eingriffe. Dort existieren auch keine verkehrsberuhigten Zonen. Wesentliche Ziele einer Neugestaltung sollen neben der Steigerung der Aufenthaltsqualität, mehr Barrierefreiheit und eine Aufwertung der Verkaufsflächen sein. Es soll eine klare Straßenhierarchie entstehen, auf den Sammelstraßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern und in den verkehrsberuhigten Zonen Tempo 20 gelten. Der Durchgangsverkehr soll künftig nur mehr auf der Haupttangente, der Hechten- und Hirschenstraße, fließen. Kleine Plätze, mit Bäumen bepflanzt und vereinzelt mit Brunnen bestückt, sollen an markanten Stellen wie Kreuzungen und Passagen die Straßenzüge gliedern. Dort sind beispielsweise Ausschankflächen für Gastronomie möglich. Der Schrannenplatz soll als Ensemble unangetastet bleiben. Kfz-Stellplätze werden in Gruppen angeordnet, um in den Straßenfluchten längere Freiflächen zu schaffen. Ein ausreichendes Angebot an Parkraum umfasst auch Abstellplätze für Zweiräder.

Das Konzept für die Sanierung der Untere Altstadt stammt vom Büro für Architektur und Stadtplanung (München). Planer Eberhard von Angerer hatte vor zwei Wochen die Planung dem Bauausschuss vorgestellt. OB Gmehling hatte in jener Sitzung gemutmaßt, dass die Umsetzung eine Angelegenheit von Jahrzehnten werden könnte. Das wollte Anita Kerner am Dienstag so nicht stehen lassen: „Schön wäre es, wenn es schneller als in 20 Jahren ginge. Die Stadt hat es nötig. Wir wollen nicht, dass Neuburg hinten runter fällt, denn 30 Jahre ist nichts geschehen.“

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