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24.01.2009

Innovative Ideen werden belohnt

Neuburg-Schrobenhausen Der Landkreis will kreative Köpfe belohnen: Wer neue, innovative Ansätze entwickelt, wie man die ambulante Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen im Landkreis verbessern kann, erhält finanzielle Unterstützung in seinem Vorhaben. 40 000 Euro sind dafür pro Jahr im Kreishaushalt vorgesehen.

Diese Art der Förderung ist neu, nachdem zum 1. Januar 2007 die verpflichtende Investitionskostenförderung, mit der nach dem Grundsatz "ambulant vor stationär" ambulante Pflegedienste im Landkreis sichergestellt werden sollten, weggefallen ist. Inzwischen ist der Bedarf jedoch gedeckt und somit ein weiterer Ausbau nicht zwingend notwendig - es sei denn, es gibt grundsätzlich neue Ideen in diesem Bereich, und die will der Landkreis dann auch fördern.

"Nach dem Wegfall der Festbetragsförderung haben wir uns die Frage gestellt, ob wir nach dem Gießkannenprinzip wieder allen Dienstleistern etwas zukommen lassen oder aber das Potential der Institutionen wecken", argumentierte Landrat Roland Weigert im Sozialausschuss am vergangenen Donnerstag. Letztlich entschied man sich dazu, die Organisationen zu "fordern und zu fördern": Wer sich Gedanken macht, wie das ambulante Versorgungsnetz noch besser ausgebaut werden kann, der soll auch Geld dafür bekommen (siehe Kasten).

Entwicklung eines Seniorenpolitischen Konzepts

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Die neue Förderrichtlinie passt in das Konzept zur Entwicklung eines Seniorenpolitischen Gesamtprogramms, das der Landkreis derzeit erarbeitet. Man reagiert hier auf den demographischen Wandel und will sich in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen für die Zukunft wappnen. Dafür ist es in einem ersten Schritt notwendig, eine Bestandsaufnahme von den bereits bestehenden Versorgungseinrichtungen für Senioren zu machen. Dafür will sich der Landkreis bis Ende 2010 Zeit lassen. Danach geht es darum, Wünsche und Notwendigkeiten zu formulieren, die in einer dritten Phase dann - im Idealfall - umgesetzt werden.

Die Themen, die auf die einzelnen Kommunen zukommen können, sind beispielsweise die ärztliche Versorgung im Ort, Einkaufsmöglichkeiten, öffentliche Verkehrsanbindungen über einen Bürgerbus oder barrierefreie Räume. Darüber hinaus geht es aber auch um die Betreuung und Pflege von Senioren, um die Hospiz- und Palliativversorgung oder um die Unterstützung pflegender Angehöriger. Die Planungen sehen vor, dass 2011 die ersten Ideen und Vorschläge umgesetzt werden.

Für das Konzept, das federführend von Christian Kutz von der Leitstelle für Altenhilfe entwickelt wurde, hat der Landkreis vom Bayerischen Staatsministerium einen Förderpreis erhalten.

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