1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Ins Krankenhaus oder zum Arzt?

Gesundheit

16.12.2016

Ins Krankenhaus oder zum Arzt?

Unter der kostenfreien Nummer 0841/8866866 geben Ärzte in der Region 10 ab sofort Auskunft darüber, ob bei Beschwerden die Notaufnahme aufgesucht werden sollte oder ob ein Medikament aus der Apotheke reicht.
Bild: Sebastian Gauert, Fotolia

Praxisnetz GOIN berät ab sofort, wohin sich Patienten im Zweifelsfall wenden sollen

Es ist Wochenende. Natürlich! Und ausgerechnet jetzt wollen die Magenschmerzen nicht besser werden. Ist der Glühwein vom Vorabend daran schuld? Oder steckt möglicherweise eine ernsthafte Erkrankung dahinter? Soll ich in die Notaufnahme ins Krankenhaus fahren oder reicht es, am nächsten Werktag zum Arzt zu gehen?

Fragen wie diese kennt jeder, der schon einmal außerhalb der Sprechzeiten seines Hausarztes krank geworden ist. Das Praxisnetz GOIN hat deshalb in Kooperation mit der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) ein Modellprojekt gestartet, bei dem sich im medizinischen Notfall Patienten der Region 10, also auch aus Neuburg-Schrobenhausen, kostenfrei beraten lassen können, welche Einrichtung sie mit ihren Beschwerden aufsuchen sollten. „GOINakut“ heißt das Projekt, bei dem unter der Telefonnummer 0841/8866866 Ärzte täglich und rund um die Uhr für Anfragen der Bürger zur Verfügung stehen.

Dabei wird anhand von wissenschaftlich validierten Fragebögen eine Einschätzung abgegeben, ob die Betroffenen in die Notaufnahme eines Krankenhauses oder zu einem Bereitschaftsarzt gehen sollten oder ob es ausreicht, dass sie in den nächsten Stunden oder am nächsten Tag ihren Haus- oder Facharzt oder eine Apotheke aufsuchen. In lebensbedrohlichen Notfällen sollen sich die Patienten natürlich nach wie vor an die Rettungsleitstelle unter der Nummer 112 wenden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Mit GOINakut sollen in erster Linie Ärzte und Krankenhäuser entlastet werden. Dass ein derartiges System funktioniert, beweisen die Erfahrungen aus anderen Ländern wie England, Dänemark oder der Schweiz. Dort konnte die Anzahl der Patienten, die eine Notaufnahme oder Bereitschaftspraxis aufsuchen, deutlich reduziert werden. In vielen Fällen konnten sich die Anrufer nach der Beratung selbst helfen. Die große Mehrheit der Anrufer zeigte sich dabei zufrieden mit der telefonischen Beratung.

Zunächst soll GOINakut bis 12. Juni in der Region 10 erprobt werden. Ist der Testlauf erfolgreich, soll das Projekt fortgesetzt werden. Um den Service nutzen zu können, müssen sich Patienten per Post oder Fax, über die Homepage (www.goinakut.de) oder über die GOINakut App registrieren und eine Einwilligungserklärung abgeben. (nr/clst)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
_AKY4792.jpg
Ingolstadt

Räuber klebt Hände von Verkäuferin an Tisch fest

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen