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Fahren in Neuburg

02.08.2020

Irrfahrt zum Führerschein: Ein Neuburger erzählt

Moritz machte seinen Führerschein. Es lief alles reibungslos, bis die Corona-Krise kam.
Bild: Schläfer

Plus Moritz aus dem Neuburger Stadtteil Heinrichsheim stand kurz vor der Fahrprüfung, dann kam die Corona-Krise. Wie hat er diese Zeit erlebt hat?

Der 17-jährige Moritz Schläfer aus Heinrichsheim machte in diesem Frühjahr seinen Führerschein. Kurz vor den Prüfungen kam die Corona-Krise. Für K!ar.Text hat der Gymnasiast seinen langen Weg zum Führerschein zusammengefasst.

Wie war die theoretische Prüfung für den Führerschein?

Mittwoch, 26. Februar: An dem Tag war die Corona-Krise noch nicht in Deutschland angekommen, ein Lockdown unvorstellbar. Beim TÜV traf ich mich mit meinem Fahrlehrer Stefan Amberger und ein paar anderen nervösen Jugendlichen. Nach dem langen Lernen war es nun endlich so weit: die Theorieprüfung für meinen Führerschein. Nach dem Ausfüllen der Formalitäten ging es los. Ich betrat mit den anderen Prüflingen aufgeregt das TÜV-Gebäude. Der Raum war voll mit Tischen und Stühlen und an jedem der nummerierten Plätze stand ein Tablet bereit. Jeder von uns wurde nach dem Vorzeigen des Personalausweises einer bestimmten Platznummer zugeteilt.

Nachdem der Prüfer uns eine Einweisung über die App auf dem Tablet gegeben hatte, lief die Zeit. Die gestellten Fragen, insgesamt 30 Stück, unterschieden sich nicht von denen aus der Lern-App und waren gut machbar, vorausgesetzt man hatte gelernt. Dennoch war ich aufgeregt und versuchte, mich konzentriert durch die Aufgaben zu arbeiten. Meine Aufregung stieg weiter, als die ersten ihre Prüfung schon vor Ablauf der Zeit abgegeben hatten. Doch ich habe mir Zeit gelassen und alle Fragen kontrolliert. Die zur Verfügung stehende Zeit ist mehr als ausreichend.

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Letztlich drückte ich dennoch mit einem mulmigen Gefühl auf den Abgabe-Button und wartete auf mein Ergebnis. Ein paar Sekunden später wurde es mir am Tablet angezeigt. Bestanden – mit null Fehlern! Erleichtert holte ich mir meine Prüfbescheinigung ab.

Noch stand dem Neuburger die Praxisprüfung bevor

Samstag, 14. März: Mit der bestanden Theorieprüfung hatte ich erst die Hälfte des Führerscheins geschafft. Die Praxisprüfung stand mir noch bevor. Ich hatte schon vor meiner Theorieprüfung mit den Fahrstunden begonnen, damit ich rechtzeitig zu meinem 17. Geburtstag am 14. März den Führerschein habe und mit dem begleiteten Fahren anfangen kann.

Nachdem ich alle Pflichtfahrstunden absolviert hatte und fit für die Prüfung war, meldete mich mein Fahrlehrer für die praktische Prüfung an. Am 17. März sollte sie stattfinden, doch dann musste ich die Prüfung wegen eines Tests in der Schule verschieben. Macht nichts, dachte ich mir da noch. Doch dann kam der Corona-Lockdown für ganz Bayern. Die verschobene Prüfung wurde natürlich abgesagt. Später erfuhr ich, dass der 17. März der letztmögliche Termin vor dem Lockdown gewesen wäre. Es sollte wohl nicht sein.

So saß ich also wie jeder andere Fahrschüler zwei Monate ohne Übung zu Hause und war in der ersten Fahrstunde nach den Lockerungen im Mai ziemlich aus der Übung. Ich belegte deshalb noch ein paar zusätzliche Fahrstunden. Auch diese waren natürlich nun von Corona-Sicherheitsmaßnamen geprägt. Mein Fahrlehrer und ich saßen mit Mundschutz im Auto und mussten nach 45 Minuten eine Pause einlegen.

Dienstag, 9. Juni: Ein Vierteljahr später geht es weiter. Am 9. Juni war meine praktische Prüfung. Gespannt wartete ich auf meinen Prüfer. Nach dessen Ankunft und ein paar technischen Fragen zum Auto fuhren wir los. Kreuz und quer durch Neuburg: zum Südpark, weiter nach Oberhausen und wieder zurück auf das TÜV-Gelände.

Moriz sagt: Der Führerschein war eine anstrengende Aufgabe

Nach gut 45 Minuten war ich fertig – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hätte es nicht fehlerfrei geschafft und müsse insgesamt noch sicherer werden, fasste der Prüfer meine Leistung zusammen. Doch trotzdem übergab er mir die Bescheinigung, mit der ich meinen Führerschein im Landratsamt abholen durfte. Bestanden also, hurra. Jetzt musste ich nur noch im Landratsamt meinen Schein abholen.

Rückblickend war der Führerschein eine recht anstrengende Aufgabe, die man aber mit einer guten Ausbildung seitens der Fahrschule locker bewältigen kann. Das begleitete Fahren finde ich eine super Sache, da man als Anfänger einen erfahrenen Autofahrer an der Seite hat. Und mit jedem gefahrenen Kilometer werde ich auch sicherer im Verkehr.

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