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Schrobenhausen-Sandizell

15.06.2017

Ja, so war es bei den Rittersleut’

In der Schmiede geht es trotz Hochsommer heiß her.
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In der Schmiede geht es trotz Hochsommer heiß her.
Bild: Silke Federsel

Wie ging es vor vielen hundert Jahren zu? Handwerker, Händler und Krieger zeigen es in Sandizell beim Mittelalterfest

Hochsommerliche Temperaturen und Sonnenschein – da dürften viele Mitwirkende beim Mittelalterfest auf Schloss Sandizell froh sein, dass es „Salzbader“ Franco Needham gibt. Bei ihm kann man sich nämlich wie „anno dazumal“ ganz entspannt in einem großen Zuber baden oder aber auch unter einer der Duschen abkühlen. Zum zweiten Mal ist der gelernte Saunameister nun schon beim Mittelalterspektakel dabei und sein Angebot werde vor allem in den Abendstunden bei diesen Temperaturen gut angenommen, wie er erzählt. Natürlich dürfen aber auch Besucher in die hölzernen Wannen steigen.

Aber auch wer kein Bad nehmen möchte, kann wieder viel auf dem Gelände sehen: Zahlreiche Stände mit geschnitzten Figuren, Kleidung und mittelalterlichen Speisen warten hier auf die Gäste. Echtes Verkaufstalent beweist auch die erst neunjährige Alara von Sandizell, deren Familie das Schloss besitzt und die im mittelalterlichen Gewand Schmuck verkaufte. „ Ich mache das zum ersten Mal und es macht sehr viel Spaß“, erklärt sie. Nur einige Stände weiter verkauft Elli Leupolz ihre Naturkosmetik-Seifen, ätherische Öle oder Massagelotionen. „Alles handgmacht“, erklärt sie. Oder darf es ein noch originelleres Souvenir sein? Auch mittelalterliche Waffen oder die ein oder andere Drachenstatue können erworben werden.

Neben den vielen Händlern können die Besucher aber auch wieder den einzelnen Lagern einen Besuch abstatten und zusehen, wie Rittersleute einst übernachtet oder wie Landsknechte gespeist haben. Bogenschützen zeigen ihr Können und die Männer in der Kunstschmiede sitzen trotz drückender Hitze vor ihren Feuern und stellen verschiedene Gegenstände her. Und natürlich gibt es wieder viele Aktionen nur für die Kleinen – vom Holzkarussell bis hin zum Specksteinschnitzen ist alles dabei.

Viele der Mitwirkenden seien Stammgäste und einige kommen sogar aus Schweden, Österreich oder Polen zum Fest, erklärt Veranstalterin Sabine Nötzel. „Langsam wachsen wir alle zusammen, das ist sehr schön“, freut sie sich über das gute Miteinander. Man helfe sich gegenseitig , tausche Dinge aus. „Gerade der Tauschhandel passt doch gut zum Mittelalter“, erklärt sie lachend. Seit mehreren Jahren veranstaltet sie das Mittelalterspektakel und bekomme jedes Mal noch Gänsehaut, wenn der große Umzug am Eröffnungstag loszieht, wie sie erklärt: „Es ist einfach wunderschön, in eine Zeit einzutauchen, die es so nicht mehr gibt“.

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst ins Mittelalter abzutauchen, hat dazu noch bis Sonntag Gelegenheit. Besondere Höhepunkte sind etwa die mittelalterliche Hochzeit am Freitag, die Feuershows am Freitag und Samstag nach Einbruch der Dunkelheit sowie die „großen Feldschlachten zu Sandigenzelle“.

Weitere Infos zum Programm des Mittelalterfests gibt es im Internet unter www.mittelalterfest-sandizell.de.

Öffnungszeiten Freitag/Samstag von 13 bis 24 Uhr sowie Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Parkplätze, musikalisches Programm und Schauhandwerk sind im Eintrittspreis von sieben Euro inbegriffen. Kinder von sechs bis zwölf Jahren kosten 3,50 Euro, Kinder bis sechs Jahre sind frei.

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