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Rennertshofen

18.01.2019

Jede kleine Ortsfeuerwehr ist wichtig

In Hatzenhofen wurden langjährige Aktive geehrt (von links): Kreisbrandmeister Gerhard Pichler, Stefan Schiller (25 Jahre), Richard Müller (40), 2. Bürgermeister Alfred Ehrnstraßer, Erwin Müller (40), Hubert Stark (25) und 1. Kommandant Bernd Stark.
Bild: Michael Geyer

In Hatzenhofen betont   Kreisbrandmeister Gerhard Pichler  deren Bedeutung. Im Notfall könnte es an Manpower fehlen. Das soll dagegen getan werden.

Jede kleine Feuerwehr wird gebraucht, vor allem im Ernstfall. Dies bestätigte Kreisbrandmeister Gerhard Pichler den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Hatzenhofen bei der Hauptversammlung im Stepperger Kegelheim. 2. Bürgermeister Alfred Ehrnstraßer dankte der Wehr für ihren vorbildlichen und engagierten Einsatz und wünschte den Aktiven, dass sie sich keiner gesundheitsgefährdenden oder lebensbedrohenden Gefahr aussetzen müssten.

1. Kommandant Bernd Stark erinnerte in seinem Rückblick daran, dass die Hatzenhofener Feuerwehr gegenüber dem einsatzlosen Jahr 2017 in den vergangenen zwölf Monaten gleich viermal ausrücken musste. Dabei habe man sich, wie auch Pichler bestätigte, beim Brand einer Feldscheune am Ortsrand von Rennertshofen am 26. Juni als wichtige Stütze der Löschmannschaften erwiesen. Die fünf zum Brandherd geeilten Hatzenhofener hatten sofort beim Aufbau der ersten Wasserversorgung mitgeholfen und als diese stand, eine zweite mit der Wasserentnahme aus der Ussel eingerichtet. Gut, dass seine Leute dieses Szenario erst in der Woche vor dem Brand noch einmal intensiv durchgespielt hatten, lobte Stark den Übungsfleiß. Er erwähnte zudem einen besonderen Einsatz eines Hatzenhofener Aktiven: Weil das Blechdach der Scheune eine direkte Brandbekämpfung verhindert hatte, riss er es mit dem Bagger herunter und trug auch noch die glimmenden Heuballen ab, damit man besser an die Glutnester herankam. Der Stadelbrand war der größte Einsatz der Hatzenhofener Wehr.

Das waren die Einsätze der Ortsfeuerwehr

Weiter berichtete Stark von einem zweiten Feuer: Ein Kraftfahrzeug hatte war Schweißarbeiten in Flammen aufgegangen, konnte noch aus der Garage gebracht werden, rollte dabei aber die Böschung hinab und landete in der Ussel. Hier half die Wehr bei der Bergung. Auch bei der Suche eines Vermissten am Hatzenhofener Weiher beteiligte man sich. Die Wehr unterstützte beim vierten Einsatz die Neuburger Kameraden, als sie mit der Drehleiter einen schwierigen Krankentransport bewerkstelligen mussten, nachdem sich das Treppenhaus als zu eng erwiesen hatte. Aufräumarbeiten nach einem Sturm komplettierten die Einsatzliste. Stark freute sich, dass seine 23 Aktiven zur Wehr stehen und eifrig die acht regulären Übungen sowie sechs weitere für das Leistungsabzeichen, das hervorragend bestanden wurde, besucht hatten. Eine Gemeinschaftsübung mit den Wehren aus Stepperg, Riedensheim und Mauern-Treidelheim-Siglohe befasste sich mit dem Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens. Die einzige Jugendliche des 82 Mitglieder starken Vereins werde in Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Stepperg ausgebildet. Als Vereinsvorsitzender konnte Stark viele Aktivitäten aufzählen, die der Kameradschaftspflege dienen, beispielsweise das Maibaumfest, das Straßenfest oder der romantische Glühweinabend. Bei Fronleichnam, dem Antoniusfest und dem Volkstrauertag präsentierte sich die Wehr mit einer Fahnenabordnung. Darüber hinaus hatte sie sich auch wieder um die Erhaltung des Spielplatzes gekümmert.

Eine Ausrückgemeinschaft mit den Nachbar-Feuerwehren

Für eine größere Diskussion sorgte die Überlegung von Kommandant Stark, bei künftigen Einsätzen eine Ausrückgemeinschaft mit der Wehr von Mauern-Treidelheim-Siglohe zu bilden. Vor allem, weil während der regulären Arbeitszeiten kaum noch ausgebildete Feuerwehrleute zu Hause seien und im Alarmfall ausrücken würden, verschärfe sich das Problem, dass man zu wenige Einsatzkräfte habe, so Stark. In dieselbe Richtung ging auch sein zweiter Vorschlag, die Sekundäralarmierung über Handy beziehungsweise eine Smartphone-App durchzuführen. „Es wird bei Einsätzen vor allem Manpower benötigt“, bestätigte Kreisbrandmeister Pichler diese Gedanken und versprach, sich für eine Lösung einzusetzen.

Kreisbrandmeister Pichler ehrte verdiente Aktive für ihren langjährigen Dienst in der Hatzenhofener Feuerwehr: Stefan Schiller und Hubert Stark erhielten das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Dienstzeit. Erwin Müller und Richard Müller dürfen sich nach 40 Dienstjahren über das Goldene Feuerwehrehrenzeichen in Gold und über den damit verbundenen einwöchigen Urlaub im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain freuen.

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