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Ensemble del Arte

24.04.2015

Jetzt wird’s romantisch

Die mehrfachen Preisträger Dami Kim (Violine), Olivia Friemel (Klavier) und Tavi Ungerleider (Cello) (von links) spielen am Samstag ab 20 Uhr im Kongregationssaal in Neuburg Werke von Schumann und Schubert.
Bild: Ensemble del Arte

Drei mehrfache Preisträger bieten am Samstag in einem Konzert im Kongregationssaal „Drei leidenschaftliche Geschenke“

Leidenschaftlich, lyrisch und vor allem romantisch wird es am Wochenende im Neuburger Kongregationssaal, wenn die mehrfachen Preisträger Dami Kim an der Violine, Tavi Ungerleider am Cello und Olivia Friemel am Klavier auftreten. Das Konzert des hochkarätigen Trios findet am Samstag, 25. April, um 20 Uhr statt.

Das kurzweilige Programm lässt sich zusammengefasst unter dem Titel ‚Drei leidenschaftliche Geschenke’ gut definieren. Im Zuge der Romantik legte die Gattung des instrumentalen Trios sehr an Gewicht zu. Ein besonderes Beispiel für das große Interesse an der Besetzung Klavier-Violine-Violoncello sind die Klaviertrios von Robert Schumann. Der Ehrgeiz, der den Komponisten gepackt hat, ist in den entstandenen Partituren zu spüren: Sein d-Moll-Trio setzt Beethovens Gedanken „Durch Nacht zum Licht“ um und ist ein Geburtstagsgeschenk für Schumanns Frau Clara. Nach dem ersten Durchspielen schrieb sie in ihr Tagebuch: „Es klingt wie von einem, von dem noch vieles zu erwarten steht, so jugendfrisch und kräftig, dabei doch in der Ausführung so meisterhaft... Der erste Satz ist für mich einer der schönsten, den ich kenne“. Das Trio zählt bis heute zu den bedeutendsten und populärsten Werken Schumanns.

Mit den Worten „leidend, weiblich, lyrisch“ beschrieb Robert Schumann einmal das Wesen von Franz Schuberts Klaviertrios. Sein leidenschaftliches, einsätziges Notturno entstand kurz vor seinem Tod und es ist ein wahres Klangexperiment. Kaum einer kann sich der Faszination dieser Musik entziehen: Überlässt man sich dem Notturno ganz und taucht vollkommen in dieses ‚Adagio’ ein, wird das Stück durch seine erste Vortragsbezeichnung ‚appassionato’ als beglückendes Musikgeschenk empfunden.

Mit Musik ließe sich ausdrücken, wozu die Worte fehlen und worüber Schweigen unmöglich sei, stellte Victor Hugo fest. Im Lauf des Zweiten Weltkriegs verlor Dmitri Schostakowitsch viele Freunde. Kein Verlust traf ihn so hart wie der Tod des Musikkritikers Iwan Sollertinski 1944. Sein zweites Klaviertrio aus diesem Jahr widmete er dem Andenken des Freundes.

Das Konzert am morgigen Samstag ist das Nachholkonzert vom 25. Oktober 2014. Abo-Karten behalten dafür ihre Gültigkeit. Eintrittskarten gibt es in der Vorverkaufsstelle im Bücherturm in Neuburg, unter der Telefonnummer 08431/642392 oder im Internet unter www.ensemble-del-arte.de. Außerdem werden noch Karten an der Abendkasse ab 19 Uhr angeboten. Die Veranstaltung selbst beginnt mit einer kurzen Programmeinführung ab 19.35 Uhr im Saal. (nr)

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