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12.06.2009

Josef Stangl schmeißt sein Feuerwehr-Amt hin

Rennertshofen (clst/mad) - Der Frust bei den Rennertshofener Feuerwehrleuten über ihr neues Zuhause sitzt tief. Jetzt hat Kommandant Josef Stangl die Konsequenzen gezogen: Der Kommandant ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten.

"Ich kann seinen Schritt verstehen", erklärte Vorsitzender Jürgen Binkert der NR. Seit nunmehr sieben Jahren würde die Feuerwehr ihre Ideen hinsichtlich eines neuen Feuerwehr-Heims einbringen, doch keine davon sei umgesetzt worden. Der "dilettantische Plan", der zuletzt beim Tag der offenen Tür von der Gemeinde ausgehängt wurde, habe schließlich das Fass zum Überlaufen gebracht. Wo's drauf ankommt, sei der Platz zu klein, während an anderer Stelle die Räume zu groß seien. "Doch was wir sagen, wird einfach ignoriert", kritisiert Binkert, der damit auch seinem nunmehr ehemaligen Feuerwehr-Kollegen Stangl, der zurzeit im Urlaub ist, aus der Seele spricht.

Die ständigen Diskussionen und Rangeleien um eine vernünftige Lösung haben nach den Worten von Binkert der Feuerwehr in den vergangenen Monaten sehr geschadet. Spätestens seit dem Tag der offenen Tür in den LEW-Gebäuden habe Stangl dann die Nase voll gehabt. Nur mit Mühe habe man seinen Stellvertreter Udo Lix davon überzeugen können, es ihm nicht gleichzutun. Bis sich ein neuer Kommandant findet, übernimmt er kommissarisch die Aufgaben von Stangl.

Einen Nachfolger gibt es bislang keinen

Josef Stangl schmeißt sein Feuerwehr-Amt hin

Doch genau das könnte schwierig werden. Innerhalb der nächsten drei Monate müssen Neuwahlen angesetzt werden. "Aber wer will den Scherbenhausen schon übernehmen?", gibt sich Binkert pessimistisch. Lix komme dafür aus privaten und beruflichen Gründen nicht in Frage. Auch ein anderer stellt sich derzeit nicht zur Verfügung. "Momentan sieht's schlecht aus", sagt der Feuerwehr-Chef.

Was die Feuerwehr jetzt will, ist eine Entschuldigung der Gemeinde. Deshalb hat sie an Bürgermeister Ernst Gebert einen Brief geschrieben, in dem sich das Gemeindeoberhaupt bis zur nächsten Sitzung am kommenden Dienstag Gedanken machen soll, wie die Zukunft der Rennertshofener Feuerwehr aussehen soll.

Gebert indes ist überrascht von dem Rücktritt Stangls, obwohl es seit Wochen Querelen um die neue Heimat der Rennertshofener Wehr gibt. "Der Kommandant informierte mich schriftlich von seinem Rücktritt, nannte in seinem Brief allerdings keinen Grund dafür", sagte er. Bislang konnte ihn Gebert noch nicht erreichen, er will jedoch auf alle Fälle das Gespräch mit seinem bisherigen Kommandanten suchen.

Einen designierten Nachfolger gibt es auch nach den Worten des Bürgermeisters noch nicht. "Wir werden fristgerecht zu einer Versammlung laden, wenn wir auch jemanden zur Wahl vorschlagen können", versprach er. Zur Wahlurne werden dann die aktiven Mitglieder der Rennertshofener Wehr gebeten. Dabei handelt es sich um rund 70 Wahlberechtigte.

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