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30.11.2018

KU Eichstätt feiert Dies Academicus

Harald Pechlaner (Vorsitzender des Senats) und KU-Präsidentin Gabriele Gien beglückwünschten den frisch gebackenen Ehrensenator Bernhard Sutor genauso wie KU-Vizepräsident Klaus Stüwe, der die Laudatio hielt.
Bild: KU Eichstätt / Strathaus

Der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler kommt auch und lobt die Universität. Professor Bernhard Sutor zum Ehrensenator ernannt

Der Dies Academicus, der „akademische Tag“ der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, stand heuer ganz im Zeichen von Kooperation, Forschung für die Gesellschaft und Aufbruch in ein digitales Zeitalter. Viele Ehrungen gab es, einen Abschied und eine Begrüßung samt Schlüsselübergabe. Zudem bekam einen lang gedienter und verdienter Professor die Ehrensenatorenwürde verliehen. Und Wissenschaftsminister Bernd Sibler war auch da. Eine seiner ersten Dienstreisen hatte ihn nach Eichstätt geführt.

Der Wissenschaftsminister trug, wie auch die anderen Redner, zur lockeren Atmosphäre der Feierstunde bei, die mit Lebkuchen und Glühwein für die Gäste begonnen hatte: Gerade erst sei er am Stadion des Spitzenreiters in der Fußball-Regionalliga vorbeigekommen, sagte er. Aber nicht nur die Stadt Eichstätt und das Fußballteam lobte Sibler. Vor allem für die KU hatte er jede Menge Lob im Gepäck. Und er betonte die Wichtigkeit des christlichen Anspruchs einer Katholischen Universität in einer Welt, in der nur noch Euro und Cent zählten. „Menschen kann man nicht verrechnen, sie sind kein Menschenmaterial.“ Eine KU gebe ethische Ansprüche mit, die das Menschsein ausmachten.

Anschließend nutzte der scheidende Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Katholische Universität Eichstätt Ingolstadt, Weihbischof Anton Losinger, den Feiertag, um die Leitung nach vierjähriger Amtszeit offiziell an Generalvikar Peter Beer zu übergeben. Der hatte den Stiftungsvorsitz vor drei Wochen übernommen. Losinger überreichte Beer einen überdimensionalen Schokoladenschlüssel. Die Stiftung ist der Träger der KU.

Da er gerne Musik hört, erhielt Bischof Losinger zum Abschied von KU-Präsidentin Gabriele Gien eine Mütze mit eingebauten Kopfhörern. Beer durfte sich über einen Rucksack mit nützlichen Utensilien für einen Stiftungsratsvorsitzenden freuen, darin unter anderem eine KU-Jacke.

Gabriele Gien ließ die Arbeit und die Schwerpunkte der KU vor der voll besetzen Aula Revue passieren: Eine Universität, die mit den Adjektiven „klein, einzigartig, persönlich und individuell“ beschrieben werde. Für die KU würden zudem besondere Werte gelten: Eine dialogorientierte Campuskultur genauso wie das wissenschaftliche Ringen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Das höchste Gut der Universität aber seien die Studierenden.

Die KU entwickele sich rasant und öffne sich regionalen wie internationalen Kooperationen. So nehme das Projekt „Mensch in Bewegung“ zusammen mit der Technischen Hochschule Ingolstadt weiterhin Fahrt auf, so Gien. Darin setzt sich die KU auch mit den tiefgreifenden Veränderungen auseinander, die die Digitalisierung mit sich bringt. „Wir sollten die Gestaltung der Zukunft nicht der Technik überlassen.“ Vielmehr solle diese Technologie als Kulturtechnik positive Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik, Kirche, Wissenschaft und Arbeit haben.

1978 wurde Bernhard Sutor an die KU berufen. Am Donnerstag erhielt der emeritierte Professor, ehemals Inhaber des Lehrstuhls Politikwissenschaft III und christliche Soziallehre, die Würde des Ehrensenators verliehen. Damit zeichnete die KU sein Lebenswerk aus. Obwohl bereits seit 1995 in Ruhestand, übernahm er 2005 für zwei Jahre die Leitung des Zentralinstituts für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) und wurde jetzt gebeten, zentrale Artikel für das angesehene Staatslexikon der Görres-Gesellschaft zu verfassen. Der Ehrensenator ist also noch sehr aktiv.

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