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Neuburg

14.09.2020

Kahlhoffest: Ein Glaubensfest mit vielen Anliegen

Die Wallfahrt zum Kahlhof findet wieder mehr Zuspruch. Am vergangenen Sonntag kamen 300 Besucher zum Patrozinium „Maria Namen“.
Bild: Winfried Rein

Plus 300 Besucher kamen am Sonntag an den Kahlhof zum Marienpatrozinium. Dort stellte sich der neue Kaplan für Neuburg vor. 

Kahlhoffest – das ist Erntezeit, Spätsommer, Schulbeginn und Wallfahrtsnostalgie. 1000 Pilger kamen einst zum Patrozinium, am Sonntag fanden immerhin rund 300 Besucher den Weg zur Kahlhofkapelle im Neuburger Süden. Der Andrang war so stattlich, dass sogar die Hostien zur Kommunion ausgingen.

Auch die Kerzen in der Kahlhofkapelle seien heuer knapp geworden, hatte Kaplan Dominic Leutgäb beobachtet. Die Besucher zünden sie an in der Hoffnung auf Gesundheit und Glück in besonderen Anliegen. „Und heuer hat es offenbar besonders viele Sorgen und Anliegen gegeben“, sagte der Kaplan in seiner Festpredigt. Nach dem Vorbild Marias, die „in ihrem Urvertrauen sicher gewesen war, dass Gott die Dinge zum Guten wendet“, sollten alle positiv-optimistisch in die Zukunft blicken. „Gehen wir mit diesem Grundvertrauen in den Herbst und ins neue Schuljahr“, wünschte sich der Prediger.

Der kommende Diakon und Priester Marcus Grabisch.
Bild: Winfried Rein

Beim Kahlhoffest in Feldkirchen zünden Gläubige Kerzen an

Kaplan Dominic Leutgäb zelebrierte und predigte mit noch größerer Leidenschaft, die von ihm ohnehin bekannt ist. Die Blaskapelle Rohrenfels spielte und die Besucher sangen stimmkräftig klassische Marienlieder. Das Patrozinium orientiert sich am Festtag „Maria Namen“, den die Kirche am 12. September feiert.

Und weil der 1. September auch Dienstbeginn für neue Priester ist, stellte sich mit Marcus Grabisch (32) beim Kahlhoffest der neue Assistent von Stadtpfarrer Herbert Kohler vor. Der ausgebildete Elektroniker aus Mecklenburg-Vorpommern ist in den Orden der Pallotiner eingetreten und wird im Oktober zum Diakon geweiht. Im Mai 2021 steht seine Priesterweihe in Koblenz an. Er freue sich schon sehr darauf, sagte Marcus Grabisch am Sonntag in Feldkirchen, „und ich bin dankbar dafür, dass ich meine ersten Schritte hier in Neuburg machen darf“.

Zum Kahlhof kam am Sonntag auch Wallfahrer aus Oberhausen

Dafür muss Kaplan Jerome Muyunga jetzt umziehen. Nachdem sich sein Studium an der TH Ingolstadt nicht realisieren lässt, hat ihn der Generalvikar Harald Heinrich nach Bad Wörishofen versetzt. Dort nimmt er am 1. Oktober seinen Dienst auf. Die Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Hl. Geist will ihn gebührend verabschieden.

In der Kapelle entzünden Kinder und Erwachsene Kerzen mit Herzensanliegen.
Bild: Winfried Rein

Die Kahlhof-Besucher – darunter Fußwallfahrer aus Oberhausen – nahmen die Personalien interessiert zur Kenntnis, Frater Marcus konnte eine Menge Gespräche führen. Zum Mittagsessen ging es wie immer in die gute Stube der Familie Franz Felbermeir, die traditionell die Geistlichen einlädt und die sich das ganze Jahr über um die Kapelle kümmert. Schon seit Jahrzehnten wird sie von der Familie betreut und gepflegt. Zunehmend wünschen sich Paare die Kahlhofkapelle als Ort für Trauungen und Taufen.

Der Kahlhof ist seit 1785 eine Marienwallfahrtsstätte

Wallfahrer aus Feldkirchen, Sehensand, Neuburg und aus dem Donaumoos kommen regelmäßig zur Kahlhofkapelle. Ihre Votivtafeln zeugen von Gebets- und Hilfeersuchen über die Jahrhunderte. Der Kahlhof bei Feldkirchen gilt seit 1785 als wichtige Marienwallfahrt in der Region. „Seit 50 Jahren kenne ich das Kahlhoffest“, sagt Klaus Benz aus Sehensand, „die Marienverehrung ist die gleiche geblieben, nur das Umfeld hat sich verändert“. Als erfreulich wertet er den hohen Anteil junger Menschen, die zum Patrozinium und auch danach zur Kapelle kommen.

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