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Sicherheit

23.12.2011

Kahlschlag entlang der Gleise

Seit einer Woche werden Bäume und Sträucher, die für den Zugverkehr zwischen Unterhausen und Burgheim eine Gefahr bilden, gerodet. Bewohner der Siedlung in Straß, die an den Hang angrenzt, regen sich darüber mächtig auf.
Bild: Foto: Xaver Habermeier

Seit einer Woche lässt die Bahn Bäume zwischen Oberhausen und Burgheim roden

Oberhausen/ Burgheim Motorsägen rattern seit einer Woche an der Bahnstrecke zwischen Oberhausen und Burgheim. Karl und Josef Wagner fällen Bäume und Sträucher. Die Deutsche Bahn hat den Kelheimer Familienbetrieb dazu beauftragt. Der Zugverkehr auf der Strecke soll damit sicherer werden. „Wir schneiden nur weg, was eine Gefahr in unmittelbarer Nähe der Gleise bildet“, erklärte gestern Mittag der Fachmann.

Das sehen Bewohner der Siedlung gegenüber dem Sportplatz in Straß völlig anders. Am Hang, der zu den Bahngleisen hinunterführt, läuft gerade die Rodung. Er grenzt direkt an die Siedlung an. Die Rodung ist die vierte, die einer der Bewohner in den vergangenen zwei Jahrzehnten miterlebt. „Aber so rabiat sind sie bisher noch nie vorgegangen“, sagt er. Wurde davor nur ein drei bis vier Meter breiter Streifen entlang der Gleise von Büschen und kleineren Bäumen befreit, „legen die jetzt alles um, was auf den ganzen Hang hinauf wächst“, schimpft er. „Für uns war die Bepflanzung immer auch ein Schallschutz“, verdeutlicht der Straßer. Acht Meter, hat er ausgemessen, beträgt der Kahlschlag jetzt beiderseits von der Gleismitte aus. Gefällt werden dabei auch Bäume mit einem Durchmesser von mehr als einem halben Meter. „Angefangen von Eichen, ist das alles wertvolles Holz, aus dem Hackschnitzel gemacht werden“, erzählt der Mann. „Stellen Sie sich mal vor, Sie würden solche Bäume auf Ihrem Grundstück fällen. Dann hätten Sie aber ein Problem“, sagt er.

Der Anwohner hat sich gestern wegen der Rodung nicht nur an die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt gewandt, sondern auch an Burgheims Bürgermeister Albin Kaufmann. Für 2. Januar hat man jetzt mit einem Bahnvertreter eine Ortsbesichtigung vereinbart. Dass dabei etwas herauskommt, glaubt er nicht. „Aber wenn, dann kann man es ja nur auf dem guten Weg probieren.“ (mari/xh)

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