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Karlshuld/Weichering

12.09.2019

Kaplan Mbachie ist das neue Gesicht in der Kirche

Amos Emberga Mbachie ist seit 1. September neuer Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Karlshuld.
Bild: Norbert Eibel

Amos Emberga Mbachie ist seit zwei Wochen neuer Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Karlshuld-Weichering-Lichtenau. Er wohnt schon im neu sanierten Pfarrhaus. Warum sich der Einzug des Pfarrbüros verzögert hat.

Amos Emberga Mbachie ist ein sehr offener Typ. Mit seiner freundlichen und lockeren Art hat der neue Kaplan der Pfarreiengemeinschaft Karlshuld-Weichering-Lichtenau die Menschen schnell auf seiner Seite. Zum 1. September hat der 40-Jährige, der aus Nigeria stammt, seine neue Stelle in der Diözese Augsburg angetreten. Zuvor war der Priester, der vor genau einem Jahr seine auf zehn Jahre fixierte Tätigkeit in Deutschland antrat, Kaplan in der Pfarrei Heilig Geist Herz Jesu im Augsburger Stadtteil Pfersee.

Nach einem Jahr in der Großstadt sei der Wechsel aufs Land für ihn keineswegs ein Kulturschock gewesen, wie man vielleicht glauben könnte, sagt Mbachie. Er schätzt die Ruhe in Karlshuld, vor allem die Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit der Menschen hat ihn begeistert. „Das war sehr positiv für mich. Der Empfang war sehr freundlich.“ Ein Komitee aus Pfarrer Paul Igbo, Kaplan John Mgbeahuruike, Kirchenpflegerin Angelika Dieck und einigen Pfarrgemeinderäten, darunter Renate Busch und Gerhard Feigl, hatte ihn bei seinem Amtsantritt willkommen geheißen und mit Kuchen und Bier bewirtet, strahlt der neue Kaplan. „I love it. Bavarian beer is the best in the world.“

Kaplan Mbachie ist seit einem Jahr in Deutschland

Obwohl er erst ein Jahr in Deutschland tätig ist, spricht Amos Emberga Mbachie schon ziemlich flüssig deutsch. Und wenn ihm mal ein Wort fehlt, streut er einen englischen Begriff ein. Damit es noch besser wird, besucht er demnächst einen Volkshochschulkurs in Neuburg. Was er in Karlshuld anstrebt, kann er ab er schon jetzt ziemlich präzise formulieren: „Ich lerne jeden Tag, das ist ein ganz wichtiges Thema für mich. Die Arbeit hier ist eine Herausforderung und Bereicherung für mich.“

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Die Sanierung des Pfarrhauses ist fast abgeschlossen, im Oktober soll das Pfarrbüro das Erdgeschoss beziehen.
Bild: Norbert Eibel

Amos Emberga Mbachie stammt aus Makurdi, der Metropole im Staat Benue in Zentralnigeria. Er hat vier Geschwister und ist der einzige Priester in der Familie. In Makurdi am St. Thomas Aquinas Majo Seminary hat er Theologie und Philosophie studiert. Seine Priesterweihe empfing er 2007, in den folgenden elf Jahren war er als Jugendpfarrer, als Gemeindepfarrer und schließlich fünf Jahre als Sekretär von Bischof Wilfred Chikpa Anagbe CMF tätig. 2018 folgte er dem Ruf seines Bischofs und ging im Zuge der Kooperation der beiden Diözesen Augsburg und Makurdi nach Bayern.

Pfarrer Igbo kennt Kaplan Mbachie aus der gemeinsamen Heimat

Pfarrer Paul Igbo kannte Kaplan Mbachie aus der gemeinsamen Heimat durch seine Tätigkeit als Sekretär des Bischofs. „Jetzt ist Paul mein Chef und sagt mir, was ich machen muss“, lacht der 40-Jährige. Anschluss gefunden in Karlshuld hat er nicht nur durch diese Tatsache, auch Kollege John Mgbeahuruike kommt aus der Diözese Makurdi und mit Susanne und Stefan Dick aus Weichering hatte er schon zwei Freunde in seiner neuen Pfarreiengemeinschaft.

Der neue Kaplan wohnt bereits im Obergeschoss des neu sanierten Pfarrhauses, obwohl das Erdgeschoss noch leer steht und am Eingang gearbeitet wird. Bis das Pfarrbüro dort sein neues Domizil beziehen kann, werden laut Pfarrer Paul Igbo noch drei Wochen vergehen. Treppe und die Rampe für einen barrierefreien Zutritt seien noch nicht fertig. Im Oktober soll es aber soweit sein, im November oder Dezember wird dann auch eine offizielle Einweihungsfeier stattfinden.

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