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12.02.2015

Karlshuld bereitet sich auf Flüchtlinge vor

Mehrere Standorte kommen für Container in Frage

In einer der Gemeinderatssitzung vorausgehenden internen Besprechung informierten Regierungsrat Roland Weingut und der Koordinator für dezentrale Unterbringung Herbert Müller vom Landratsamt die Karlshulder Räte über die Anzahl an Flüchtlingen, die voraussichtlich in ihre Gemeinde kommen werden. Es handelt sich um 33 Asylbewerber, für deren Unterbringung ein geeigneter Standort gefunden werden muss – nur wo?

Im öffentlichen Teil der Sitzung trug Roland Weingut den Vorschlag des Landratsamtes vor, der eine Unterbringung von 75 Asylbewerbern in einem Containerdorf auf dem Gelände des ehemaligen Wertstoffhofes an der Unteren Achstraße vorsieht. Dem Vorschlag konnten die Räte nicht zustimmen, weil 75 Personen, die neben einer Pumpstation der Abwassereinrichtung und fast außerhalb des Ortes untergebracht seien, für die Gemeinde zu viel seien und so auch eine Integration erschwert würde. In Betracht gezogen wurden die gemeindeeigenen Grundstücke wie das Gelände des ehemaligen Sportplatzes in der Hauptstraße und das der ehemaligen evangelischen Schule in der Augsburger Straße. Beide Grundstücke sahen die Gemeinderäte aber ebenfalls als nicht geeignet an, weil eine Containerbebauung dieses eigentlich bereits für andere Zwecke verplanten Geländes die Gemeinde zehn Jahre an ihrer weiteren Entwicklung hindern würde. Auch den Friedhofparkplatz an der Kreuzung Hauptstraße/Oberer Kanal hielten die Räte für unpassend.

Übrig blieben die gemeindeeigenen Grundstücke in der Augsburger Straße 16 und in der Neuburger Straße 24. Somit beschloss der Gemeinderat einstimmig, 33 Asylbewerber aufzunehmen und die beiden Grundstücke auf ihre Eignung für die Containerunterbringung zu untersuchen. Als weitere Option zogen sie eine mögliche Nutzung des Gebäudes der Klosterwirtschaft in Betracht, das ebenfalls auf seine Tauglichkeit geprüft werden soll. In kurzen Stellungnahmen sprachen sich Frank Richlich (CSU) und Dr. Robert Krohmer (SPD) für eine Containerlösung innerhalb der Gemeinde und Werner Hecht (FW) für die Untersuchung der beiden Grundstücke aus.

Unabhängig von der Unterbringung der Asylbewerber durch die Gemeinde können sich auch Privatpersonen, die bereit sind, Asylbewerber bei sich aufzunehmen oder Grundstücke anzubieten, an Herbert Müller, den Koordinator für dezentrale Unterbringung am Landratsamt, Telefon 08431/57457, wenden. (ukü)

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