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Neuburg

16.10.2020

Katholischer Frauenbund feiert 30 Jahre Mutter-Kind-Gruppe

Theresa Mayr leitet aktuell die Eltern-Kind-Gruppe des Frauenbundes Neuburg, der heuer 30-jähriges Jubiläum der Mutter-Kind-Arbeit feiern könnte. 
Bild: Brigitta Glatz

Plus Seit 30 Jahren gibt es die Eltern-Kind-Gruppe in Neuburg. Was sich seit den Anfängen getan hat und welche Rolle die Väter spielen.

Vor 30 Jahren startete die erste Mutter-Kind-Gruppe des Katholischen Frauenbundes Neuburg – zehn Jahre, nachdem der Katholische Frauenbund mit der Mutter-Kind-Arbeit in der Diözese Augsburg begonnen hatte. „Wir waren auf einer Fortbildung in Augsburg gewesen – da wurde uns das nahegelegt“, erinnert sich Inge Omasreiter, die damalige Vorsitzende des Neuburger Zweigvereins. Daraufhin machte sie sich auf die Suche nach einer Leiterin und fand in Lydia Wolf eine engagierte Mutter, die die Aufgabe übernahm.

Brigitta Omasreiter begleitet Eltern-Kind-Gruppen seit über 20 Jahren. 
Bild: Theresa Mayr

„Die Frauen waren sehr motiviert“, erzählt Inge Omasreiter, „und wir haben sie nach Kräften über Fortbildungsangebote in Augsburg unterstützt“. Auf Wolf folgte Martina Dann, die als Religionslehrerin weitere fachliche Qualifikation mitbrachte. Untergebracht waren die ersten Gruppen damals im Jugendheim in Feldkirchen, die Erstausstattung mit Teppichen und Spielzeug finanzierte natürlich der Frauenbund.

Mutter-Kind-Gruppe in Neuburg zieht auf die Luisenhöhe

Als Inge Omasreiters Tochter Brigitta vor 21 Jahren zurück in ihre Heimatstadt kam und für sich und ihre einjährige Tochter Marietta eine Mutter-Kind-Gruppe suchte, musste sie allerdings neu beginnen, denn die alte Bleibe stand nicht mehr zur Verfügung. „Ich hatte die Idee, bei den Maria-Ward-Schwestern nachzufragen, denn ich wusste, dass sie viele Räume haben,“ erinnert sich Brigitta Omasreiter, „und die damalige Oberin war sehr aufgeschlossen“. So bekam sie geräumige Kellerräume samt benachbarter Toiletten auf der Luisenhöhe. „Als der Hausmeister uns dann noch den alten Teppichboden entfernte und ein wunderschöner Holzboden zum Vorschein kam, haben wir uns einen Teppich gekauft und hatten dann einen tollen Raum“, schwärmt die 51-Jährige noch heute.

Aus der ersten waren schnell sieben Gruppen mit jeweils anderen Leiterinnen geworden. Bis 2019, also 20 Jahre lang waren sie auf der Luisenhöhe heimisch, dann mussten sie ausziehen und fanden im Kolpinghaus eine neue Heimat. Aktuell koordiniert Caroline Schönfelder, Erzieherin und Vorstandsmitglied des Frauenbundes Neuburg, die beiden Gruppen. Die Eltern-Kind-Gruppe wird von Theresa Mayr geleitet, die Spielgruppe von Katharina Habermeier. „Momentan sind wir vier Mütter mit ihren Kindern“, erzählt Theresa Mayr. Was in der aktuellen Krisensituation angesichts der relativ kleinen Räume im Kolpinghaus gerade angemessen sei. In normalen Zeiten könnte sie sich dagegen gut acht Mütter mit Nachwuchs in dem etwa 20 Quadratmeter großen Spielzimmer samt zusätzlichem Raum zum Brotzeitmachen vorstellen. Momentan ist jedoch Pause, sie erwartet ihr drittes Kind, hofft aber, im Dezember wieder durchstarten zu können.

Aus der Mutter-Kind-Gruppe wurde die Eltern-Kind-Gruppe

Der strukturierte Ablauf mit Begrüßungs- und Abschiedsritual, der gemeinsamen Brotzeit, einem kleinen Teil mit (Finger)spielen und Liedern sowie der Freispielzeit ist über drei Jahrzehnte weitgehend gleichgeblieben. „Eine lange Freispielzeit war mir wichtig, weil man die Kinder dann beobachten und die Mütter auf das ein oder andere aufmerksam machen kann“, erklärt Brigitta Omasreiter. Ganz wild seien die Kinder auf das Abschiedslied, das sie mit einfachen Musikinstrumenten begleiten dürfen, ergänzt Theresa Mayr.

Natürlich hat sich über die Jahre auch einiges geändert. So seien Väter deutlich mehr in die Erziehung eingebunden als früher, weiß Brigitta Omasreiter – was sich im neuen Namen „Eltern-Kind-Gruppe“ zeigt, der sich etwa ab dem Jahr 2000 einbürgerte. Es gibt weniger Gruppen, weil Mütter ihre Kinder heute im Schnitt früher in Fremdbetreuung geben und selber wieder berufstätig werden. „Auch wenn es insgesamt weniger Mütter sind – das Angebot an sich wird weiter sehr gerne angenommen“, bilanziert Brigitta Omasreiter, die zudem einen Trend zu mehr Nachmittagsgruppen beobachtet – weil wohl viele Frauen in Teilzeit tätig werden und so nachmittags eher Zeit haben.

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