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Ingolstadt

07.08.2020

Kein Freizeitpark als Ersatz fürs Ingolstädter Herbstfest

Ausgedreht: Ein Riesenrad wird es in Ingolstadt heuer nicht mehr geben. Wegen Bedenken hinsichtlich der Infektionszahlen wird es keinen zweiwöchigen Freizeitpark als Herbstfest-Ersatz geben.

Einen Ersatz für das Ingolstädter Herbstfest wird es wegen vieler Bedenken nicht geben. Wie der Christkindlmarkt im Corona-Jahr aussehen soll, ist noch nicht entschieden.

Das Pfingstvolksfest ist wegen Corona in diesem Jahr bereits ersatzlos gestrichen worden, jetzt sollte es zumindest für das zweite Ingolstädter Volksfest, das Herbstfest, eine Alternative geben. Doch daraus wird nun auch nichts. Wie die Stadt Ingolstadt bekannt gegeben hat, wird der temporäre Freizeitpark auf dem Volksfestplatz, der als Herbstfest-Ersatz vom 18. September bis zum 4. Oktober gedacht war, nicht stattfinden. Nach Gesprächen mit der Regierung von Oberbayern ist man nach Auskunft von Tobias Klein, Geschäftsführer der Ingolstädter Veranstaltungs-GmbH, von den Plänen abgerückt. Die Regierung habe „klar davon abgeraten“, so Klein. Wegen der Besucherzahlen – es wären rund 2000 pro Tag auf dem Festgelände möglich gewesen – hätte es für die Veranstaltung einer Sondergenehmigung bedurft.

Das Risiko für einen Herbstfest-Ersatz wäre zu groß gewesen

Ausschlaggebend war, dass nach den Sommerferien, wenn viele Menschen aus dem Urlaub zurückkehren, die Corona-Infektionszahlen in der Region möglicherweise wieder deutlich ansteigen könnten. „Eine verantwortungsvolle Durchführung eines Herbstvolksfestes in der Version eines temporären Freizeitparks auf dem Festplatz ist daher nicht möglich“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt.

Vorgesehen war, mit dieser Ersatz-Veranstaltung den Schaustellern, die fürs Herbstfest angemeldet waren, die Möglichkeit zu bieten, ihre Fahrgeschäfte und Buden trotz der generellen Absage von Großveranstaltungen aufzubauen und eine Verdienstmöglichkeit zu haben. Vorgesehen war, dass ein Areal auf dem Volkfestplatz umzäunt wird und die Besucher ihre Personalien am Eingang angeben müssen. Statt eines Bierzelts hätte es nur einen Biergarten gegeben, doch von Riesenrad, Autoscooter bis hin zum Kettenkarrussel hätte es einen klassischen Volksfestbetrieb gegeben. Für einige Fieranten und Schausteller könnte es laut Klein aber noch - ähnlich wie in München – die Möglichkeit geben, verteilt auf einigen Plätzen in der Stadt ihre Geschäfte und Buden aufzubauen. Allerdings fehle es in Ingolstadt laut Klein an einer entsprechenden Menge an Plätzen, so dass nur ein Bruchteil davon profitieren könne.

Kein Freizeitpark als Ersatz fürs Ingolstädter Herbstfest

Trotz der Absage für dieses Jahr wird das Konzept der Veranstaltungs-GmbH nicht im Papierkorb landen. Wie Klein betont, könnte es bei den Volksfesten im kommenden Jahr möglicherweise verwendet werden – je nach Entwicklung der Infektionszahlen.

Möglicherweise wird der Ingolstädter Christkindlmarkt über die gesamte Innenstadt verteilt

Noch keine Entscheidung gibt es hingegen darüber, ob und in welcher Form der Christkindlmarkt in Ingolstadt in diesem Jahr stattfinden wird. Nur eins ist für Klein sicher: „Es wird nicht den klassischen Christkindlmarkt geben.“ Eine Möglichkeit wäre, ihn nicht wie traditionell am Theatervorplatz anzusiedeln, sonden über die gesamte Innenstadt zu verteilen. Klein will allerdings erst die Ferien abwarten, möglicherweise gibt es dann auch politische Entscheidungen für Christkindlmärkte, denn davon „sei fast jede Gemeinde betroffen“.

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