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Ingolstadt

13.09.2019

Keine Kurzstreckenflüge für Stadtverwaltung

Bei Strecken von unter 500 Kilometern verzichten Angestellte der Stadt Ingolstadt zukünftig auf das Flugzeug.
Bild: Ennio Leanza, dpa

Bei Dienstreisen nehmen die Angestellten der Stadt Ingolstadt bis zu einer Entfernung von 500 Kilometern kein Flugzeug mehr. Was die Stadt damit erreichen will.

Für Dienstreisen mit einer Distanz von unter 500 Kilometern hat Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel für die Stadtverwaltung einen Verzicht auf Kurzstreckenflüge angeordnet. Das teilt die Stadt Ingolstadt mit. Die städtischen Tochterunternehmen und Beteiligungen schließen sich dieser Regelung auf freiwilliger Basis an.

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„In Umfragen gibt stets ein Großteil der Befragten an, für den Umweltschutz auf private Kurzstreckenflüge verzichten zu wollen. Wir möchten hier beispielhaft vorangehen und unsererseits für Dienstreisen verstärkt umweltfreundliche Verkehrsmittel wie die Bahn nutzen“, erklärt Lösel die Entscheidung. „Mit dem Verzicht auf Kurzstreckenflüge lässt sich viel Kohlendioxid einsparen und so die Umwelt schonen, wenn auf die Bahn umgestiegen wird.“

Mit dem Verbot von Kurzstreckenflügen will Ingolstadt nachhaltiger werden

Schon bislang gebe es für Dienstflüge der städtischen Mitarbeiter enge Vorgaben, wie die Stadt in ihrer Mitteilung schreibt. Neben den Kriterien der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit werde nun auch Nachhaltigkeit mit aufgenommen.

Keine Kurzstreckenflüge für Stadtverwaltung

Im vergangenen Jahr lagen nach Angaben der Stadt von insgesamt 72 Flug-Dienstreisen der Stadtverwaltung 17 auf einer Distanz von unter 500 Kilometern. Das entspricht rund einem Viertel all der Dienstreisen, für die das Flugzeug genutzt wurde. Im laufenden Jahr seien von bislang 52 Flug-Dienstreisen acht auf einer Strecke unter 500 Kilometern erfolgt – also lediglich noch 15 Prozent.

Verbot von Kurzstreckenflügen in Ingolstadt soll 4,2 Tonnen CO2 sparen

Diese Flug-Dienstreisen führten unter anderem in die Ingolstädter Partnerstädte Opole (Polen), Györ (Ungarn) sowie nach Berlin. Auch für Dienstreisen in Städte wie Dortmund, Frankfurt, Wien und Mailand solle künftig die Bahn genutzt werden.

Auf einem Flug von München nach Berlin werden hin und zurück pro Fluggast rund 250 Kilogramm Kohlendioxid ausgestoßen. Bei durchschnittlich 17 entfallenden Kurzstreckenflügen pro Jahr lassen sich allein in der Stadtverwaltung so 4,2 Tonnen Kohlendioxid einsparen – das entspricht in etwa der Menge, die von einem Pkw bei zwei Jahren Autofahren ausgestoßen wird. (nr)

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