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15.07.2010

Kinderkrippe: teure Überraschung

Ingenieur Josef Frey (links) erklärte den Stadträten gestern Nachmittag, was an dem Haus in der Bürgermeister-Sing-Straße gemacht werden muss, damit der Verein Frühförderung dort mit der Kinderkrippe einziehen kann. Foto: Barbara Feneberg
Bild: Barbara Feneberg

Neuburg Eine unschöne Überraschung gab es für die Stadträte, als ihnen Dieter Reichstein aus der Bauverwaltung das neueste Gutachten für den Umzug der Kinderkrippe des Vereins Frühförderung vorlegte. Denn der beauftragte Architekt sieht das Gebäude in der Bürgermeister-Sing-Straße, in das die Kinderkrippe einziehen soll, als Sanierungsfall. 1,5 Millionen Euro wurden dafür veranschlagt. Das ist eine Million mehr als ursprünglich angedacht.

Denn bisher dachten die Stadträte, dass sie nur den Brandschutz in dem Gebäude ertüchtigen müssen. Da dies auch zuschussfähig ist, wäre der Anteil der Stadt noch kleiner ausgefallen. Doch jetzt sollten nicht nur die Decken und Treppen feuerfest werden, sondern auch die Heizung erneuert, das Dach saniert und die Gebäudehülle gedämmt werden. Ein Millionenprojekt, das derzeit nicht zu finanzieren ist.

Beim Ortstermin begutachtete ein Teil der Stadträte gestern Nachmittag die ehemalige Regens-Wagner-Schule. Vor allem im Dachboden sieht es wild aus.

Das Haus für den Betrag zu sanieren lehnte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling ab: "Damit kann ich nicht leben, das ist das Gebäude nicht wert", macht er in der Sitzung des Bauausschusses deutlich. Und seine Kollegen waren seiner Meinung.

Kinderkrippe: teure Überraschung

Energetische Sanierung wird verschoben

Doch die Stadt möchte seiner Pflicht nachkommen und Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen. Deshalb wird nun der Brandschutz ertüchtigt, die Elektronik und die Sanitäranlagen modernisiert. Auch die Räume werden renoviert.

Doch die ganz große energetische Sanierung wird erstmal verschoben. Auch wenn es vielleicht dann weniger Zuschüsse vom Freistaat gibt.

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