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Konzert

12.11.2019

Klangvolle Geburtstagsfeier

Ihre Schüler gratulierten Julia Israelian ganz herzlich. Sie haben für sie gesungen und ihr einen Blumenstrauß überreicht.
Foto: Stefanie Stork

Die Schüler der Gesangslehrerin Julia Israelian traten anlässlich des 25. Jubiläums ihrer Vhs-Klasse auf

Das schönste Geschenk, das sich eine Gesangslehrerin wünschen kann, ist ein Ständchen. Julia Israelian bekam davon sogar 15 – schließlich feierte sie auch ein besonderes Jubiläum: 25 Jahre lang gibt es sie schon, die Gesangsklasse an der Volkshochschule (Vhs). Grund genug, dass ihre Gesangsschüler ein Konzert gaben mit Stücken, die sie bei ihrer Lehrerin gelernt hatten.

Als langjähriger Weggefährte übernahm David Tzadaia zusammen mit Angelika Schmidt-Thul und Christoph Sachs als Cello-Trio die Eröffnung des Abends. Der dritte Satz aus Benedetto Marcellos Sonate spiegelte mit seinen schnellen Läufen die Freude über das Jubiläum deutlich wider. Julia Israelian übernahm den Klavierpart und begleitete anschließend jeden ihrer Gesangsschüler in dezenter, aber rhythmisch klarer Weise. Manche Interpreten waren ihr seit 25 Jahren treu und hatten auf die Überlegung Walter Friemels, warum sie „ein volles Haus von Anfang an“ hatte, gleich die Antwort: „Wegen ihrer Ausstrahlung!“

Hört man ihre Schüler singen, versteht man, was Julia Israelian ausstrahlt: Eine Energie, die die Stücke zum Leben bringen will, und Liebe zur Musik. Die „Kehlkopfakrobaten“, so nannte Roman Huber, der kurzweilig durchs Programm führte, die Interpreten, setzten dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten um. Oftmals wurden Lieder oder Arien schauspielerisch gestaltet wie beispielsweise durch Senior-Gesangsschüler Alfred Scov als alter Charmeur und Walburga Bauch als Clown. Sabine Ammler wünschte sich in ihrer Arie, ein Mann zu sein, während Annette Lang mit „O del mio dolce ardor“ mit schön leicht genommenen Höhen eine Hosenrolle gab.

Musicals waren durch Stücke von Hans Käfer, Elisabeth Horak und Valeria Schmer, die als jüngste Interpretin beeindruckend viel Soul in ihre Stimme legen konnte, ebenso vertreten wie Schuberts Lied „Gute Nacht“ von Michael Schmid, der den winterlichen Nebel in der Stimme trug, und das Lied „Vor meinem Vaterhaus“, gesungen mit sonorer Klangfarbe von Hans Löffler. Arien wie das schwungvoll dargebotene „Maries Brautlied“ von Manuela Pscheidt, „Mein Herr Marquis“ von Siegrid Schlüter, die dynamisch variabel präsentierte Arie „Fünf Tausend Taler“ von Dieter Eibl und die von Gabriele Huber herrlich klar und energisch gesungene Arie der Berta aus dem „Barbier von Sevilla“ rundeten das Programm ab. Bei dem von Brigitte Clemens gefühlvoll vorgetragenen „Manhã de Carnaval“ kam David Tzadaia am Cello noch mal zum Zug und verlieh dem Stück eine dramatisch-sehnsuchtsvolle Note.

Julia Israelian zeigte sich nach dem letzten gemeinsamen Lied gerührt und lud alle Konzertbesucher zum Sektempfang ein. Die zahlreichen Gäste, die mit ihr anstießen, machten deutlich, dass sie nach 25 Jahren aus Neuburg einfach nicht mehr wegzudenken ist.

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