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13.07.2010

Kleine Taten sind besser als große Worte

Ehekirchen Das hat fast schon Tradition: Immer, wenn an der Volksschule Ehekirchen durch verschiedene Aktionen etwas Geld gesammelt werden kann, ist der Verein Abrigo Brasil auf der Verwendungsliste. So überreichten Rektor Franz Zevegyi und Konrektorin Gabriela Eibl kürzlich wieder eine Spende an Monika Stumpf und Simonetta Kokott, Lehrerinnen an der Ehekirchener Schule und aktive Mitglieder bei "Abrigo Brasil".

Getreu dem Motto des Vereins nach George C. Marshall, "Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant", freut sich der Verein über jede Spende. Bereits seit 2004 unterstützt Abrigo Brasil mit Partnern vor Ort drei Projekte in den Elendsvierteln von Sao Paulo: eine Ambulanz, eine Schneiderei und eine Bäckerei. Gemeinsames Ziel ist es, die Lebenssituation von Kindern und jungen Frauen zu verbessern. Dabei setzt der Verein unter anderem auf Ernährungsberatung, Ausbildung von Jugendlichen und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Seit 2009 ist die Ambulanz mit Rezeption, großem Warteraum und Behandlungszimmer in neuen Räumlichkeiten untergebracht. Im gleichen Gebäude soll noch ein Kindergarten für Vorschulkinder eingerichtet werden. Fertig gestellt ist alles schon seit fast einem Jahr, doch wegen bürokratischer Hürden durfte bisher nicht eröffnet werden. Dass die Eröffnung endlich erfolgen kann, ist eines der Hauptziele des Vereins für 2010. Die Volksschule Ehekirchen hofft mit Abrigo Brasil.

Ausgediente Schulranzen nach Rumänien

Bereits im Juni fand an der Volksschule eine weitere Sammelaktion statt. Der Elternbeirat hatte alle Schüler dazu aufgerufen, ausgediente Schulranzen, Lernmaterial und Hygiene-Artikel für eine gemeinsame Aktion mit dem Caritas-Verband Augsburg zugunsten des Waisenhauses St. Ursula in Rumänien zu spenden. Die Reaktion war beeindruckend: 56 gut erhaltene Ranzen, kistenweise Schulmaterial wie Papier, Blei- und Buntstifte, Filzschreiber, Turnbeutel, Kindergartentaschen und Körperpflegeprodukte wurden abgegeben. Außerdem spendeten die Kinder Kuscheltiere und Fußbälle. Manch einem fiel es dabei gar nicht so leicht, sich von seinem ersten Ranzen zu trennen - aber der Gedanke, damit einem Kind direkt helfen zu können, war dann doch ein großer Ansporn. "Massenhaft Material", freute sich Elternbeirats-Vorsitzende Margit Neff, "das jetzt ohne großen Umweg unterwegs nach Rumänien ist." Dort wird es von den indischen Schwestern, die das Waisenhaus betreuen, an die Kinder verteilt. (nr)

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