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Gesundheit

09.11.2019

Klinik für Lungenerkrankungen eröffnet

Dr. Lars Henning Schmidt, Direktor der neu gegründeten Klinik für Pneumologie und Thorakale Onkologie, bei einem Lungenfunktionstest.
Bild: Manfred Dittenhofer

Mit der Klinik für Pneumologie und Thorakale Onkologie gibt es einen weißen Fleck weniger auf der medizinischen Landkarte in der Region. Warum das so wichtig ist

Lungenkrebs ist oftmals tödlich. Mit 50.000 Tumorerkrankungen ist diese Krebsart die zweithäufigste in Deutschland. Bei den zum Tode führenden Krebsarten liegt der Lungenkrebs gar an erster Stelle. Zu 90 Prozent sind es Raucher oder ehemalige Raucher, die an einem solchen Tumor erkranken. Neben Lungenkrebs nehmen aber auch Lungenentzündungen und chronische Lungenerkrankungen zu. Außerdem wird die Bevölkerung in Deutschland immer älter. Das Klinikum Ingolstadt hat nun als Vollversorger reagiert und eine Klinik für Pneumologie (Lungen- und Bronchialheilkunde) und Thorakale Onkologie (befasst sich mit Tumorerkrankungen der Lunge) eröffnet.

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Privatdozent Dr. Lars Henning Schmidt ist seit 1. November Chefarzt dieser neuen Klinik mit 24 Betten am Klinikum Ingolstadt. Der neue Klinik-Direktor war vorher am Uniklinikum Münster beschäftigt. Bei der momentanen Entwicklung der Lungenerkrankungen räumt der Ärztliche Direktor des Klinikums, Dr. Andreas Tiede, bereits ein, dass die Anzahl der Betten und auch der Umfang des Personals schnell steigen könnten. Man richte sich da ganz nach dem Bedarf. Und der wird größer. Schmidt bezeichnet die Region Ingolstadt als weißen Fleck, was die Behandlung von Lungenerkrankungen angeht.

Der Chefarzt ist nun erst einmal mit dem Aufbau der neuen Klinik beschäftigt. Wurden bisher Patienten mit Lungenerkrankungen in den unterschiedlichsten Abteilungen behandelt, gibt es ab sofort eine zentrale Anlaufstelle. Im Rahmen der Neugründung investiert das Klinikum alleine 300.000 Euro in die Modernisierung der Gerätetechnik. Schmidt betonte bei der Vorstellung, dass ihm eine fachübergreifende Zusammenarbeit und die Kooperation sowohl mit den niedergelassenen Ärzten wie auch mit den hoch spezialisierten Lungenzentren in Deutschland sehr wichtig ist.

Klinik für Lungenerkrankungen eröffnet

Der 39-Jährige blickt auf eine umfangreiche Erfahrung zurück. Der gebürtige Rheinlandpfälzer ist nicht nur Facharzt für Pneumologie, sondern auch für Hämatologie (Lehre vom Blut und seine Krankheiten) und Onkologie (Teilgebiet der Medizin, das sich mit Tumoren befasst). Schmidt studierte an der Uniklinik Mainz Medizin und promovierte bereits zum Thema Lungenkarzinom.

Der Wunsch nach einer Führungsposition, mit dem Ziel, den Bereich Pneumologie weiter zu entwickeln, lockte den Lungenspezialisten aus Münster nach Ingolstadt. Dort hat er elf Jahre am Universitätsklinikum Münster geforscht und gearbeitet. Als Oberarzt war er für die Behandlung von Patienten mit Lungenerkrankungen und für Lungentransplantationen verantwortlich. Mit seiner Familie ist der 39-Jährige bereits an die Donau umgezogen.

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