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Joshofen

29.09.2020

Knappe Mehrheit für neuen Ortssprecher in Joshofen

Bürgermeister Peter Segeth bedankt sich bei Eduard Lunzner (rechts) für den Einsatz in der Kommunalpolitik.
Bild: Winfried Rein

Plus Bei der Ortssprecherwahl erhielt Hubert Daubmeier nur knapp die Mehrheit der Stimmen, 27 votierten gegen ihn. Der Gewählte hat eine Idee, woran das liegen könnte.

Neuburg-Joshofen hat wieder einen Ortssprecher. Die Bürger wählten am Montag Hubert Daubmeier, 62 Jahre alt, zum Stadtteilvertreter. Der Gewählte war allerdings nicht anwesend, sondern beim Golfspielen auf Mallorca. Seine Kandidatur und die Annahme der Wahl hatte er im Vorfeld schriftlich bekundet.

63 Joshofener waren zum Wahlabend ins Sportheim gekommen. 35 Stimmen entfielen auf Hubert Daubmeier, 24 waren ungültig, auf vier Stimmzetteln standen andere Namen. „Damit ist Hubert Daubmeier gewählt“, stellte 3. Bürgermeister Peter Segeth fest. Zusammen mit dem Neuburger Rechtsdirektor Ralf Rick leitete er die Wahl zügig und problemlos.

Hubert Daubmeier übernimmt in Joshofen die Nachfolge von Eduard Lunzner

Am Tag nach der Wahl analysiert Daubmeier die zahlreichen Gegenstimmen. Er vermutet, dass sie in Zusammenhang mit der zweiten Donaubrücke stehen: „Ich bin ein klarer Befürworter der zweiten Donaubrücke, aber rund zwei Drittel des Dorfes sind dagegen.“ Nach sorgsamem Abwägen und Abfragen anderer möglicher Kandidaten habe er sich für eine Kandidatur entschlossen: „Wenn Joshofen keinen Ortssprecher hätte, wäre das ein Zustand, der mir zutiefst zuwider gewesen wäre. Es wäre ein Armutszeugnis für das Dorf, wenn wir keinen Ortssprecher gefunden hätten.“ Dementsprechend war der Computerfachmann Daubmeier der einzige Joshofener, der sich zur Wahl gestellt hatte. Er übernimmt damit die Nachfolge von Eduard Lunzner, der die Belange der Gemeinde sechs Jahre lang in Neuburg wahrgenommen hatte. Zuvor hatte sich Alfons Borgsmüller für Joshofen starkgemacht.

Bürgermeister Peter Segeth bedankte sich bei Eduard Lunzner für den ehrenamtlichen Einsatz in der Kommunalpolitik. Er habe unbeirrt für den Stadtteil gesprochen „und da hat es manchmal auch Stress gegeben“, erinnerte sich Peter Segeth. Das sei so gewesen, entgegnete Eduard Lunzner, „weil ich versucht habe, für Joshofen das Beste herauszuholen.“ Er kündigte Themen an, „mit denen wir wieder auf die Stadt zukommen werden.“

Hubert Daubmeier

Aktuell geht es etwa um die vorerst verschobene Dorferneuerung und die Grundstückspolitik im neuen Baugebiet „Nußschütt“. Die Vermarktung beziehungsweise Nutzung von neun Bauplätzen durch eine Erbengemeinschaft solle bald möglich sein. Die Stadt Neuburg verkauft fünf Plätze nach Sozialkriterien, angeblich gehen zwei davon an Joshofener. Etliche junge Leute aus dem Ort seien in der Vergangenheit etwa nach Egweil, Karlshuld oder Neuburg weggezogen, weil es zuhause kaum Baumöglichkeiten gegeben habe, sagt Ex-Ortssprecher Eduard Lunzner.

269 Joshofener sind wahlberechtigt

Die Joshofener hatten sich 1975 unter Bürgermeister Alois Bayerle mit 107 zu 23 Stimmen gegen eine „Nordgemeinde“ (mit Unterstall, Attenfeld, Bergheim, Bergen) und damit klar für den Gang nach Neuburg ausgesprochen. Seit dem 1. Januar 1976 gehört der Ort zur Stadt. 330 Bürger wohnen in der Donaugemeinde, 269 davon sind wahlberechtigt. Auf deren Antrag hin hat die Stadt die Ortssprecherwahl angesetzt. Das Gleiche passiert noch in Zell, Bruck und Marienheim. Die Wahl des Ortssprechers für Ried findet am 14. Oktober in der Parkhalle statt.

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