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Neuburg

13.01.2020

Kommunalwahl: Sie alle wollen Oberbürgermeister werden

Am 15. März ist in Bayern Kommunalwahl.
Bild: Philipp Schröders (Symbolbild)

Am 15. März wollen sich sieben Kandidaten um das Amt des Stadtoberhaupts bewerben. Sicher ist das aber noch nicht.

Gehen wir einmal davon aus, dass WIND (Wählerinitiative Neuburg) und Die Partei sowie ihre jeweiligen OB-Kandidaten ihre geforderten Unterschriften erhalten, haben die Wähler in Neuburg sieben Bewerber zur Auswahl, die für die nächsten sechs Jahre auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen möchten. Auf diesen beiden Seiten sind sie noch einmal in Kurzform porträtiert.

Ob es tatsächlich sieben Kandidaten sein werden, entscheidet sich bis spätestens 3. Februar. Bis dahin liegen die Unterschriftenlisten für WIND und Die Partei noch im Einwohnermeldeamt im Harmoniegebäude in der Altstadt oder im Bürgerbüro im Bücherturm zu den üblichen Öffnungszeiten aus. Die geforderten 190 Unterschriften benötigen sie als neue Gruppierungen, um bei der Kommunalwahl überhaupt zugelassen zu werden. Vor sechs Jahren zum Beispiel durfte die Linke nicht zur Wahl des Neuburger Oberbürgermeisters und des Stadtrates antreten. Der Grund waren ganze zwei am Ende fehlende Unterstützerunterschriften. Den damals eingereichten Antrag der Ortsgruppe mit ihrem damaligen Vorsitzenden Roland Keller, der selbst für das Oberbürgermeister-Amt kandidieren wollte, lehnte der Beschwerdeausschuss der Regierung von Oberbayern ab. Der Ortsverband hatte sich während der Eintragungszeit vor sechs Jahren massiv darüber beklagt, weil die Stadt die Unterschriftenliste nur im Harmoniegebäude in der Oberen Altstadt ausgelegt hat. Die Linke hätte sich damals eine weitere Eintragungsmöglichkeit in der Unteren Altstadt gewünscht – so wie es aktuell im Bücherturm möglich ist.

Kommunalwahl: Das sind die Kandidaten in Neuburg

Als bekannte Größe wirft Bernhard Gmehling für die CSU seinen Hut in den Ring. Der 60-Jährige wechselte vor 18 Jahren als Richter vom Amtsgericht in Neuburg auf den Chefsessel im Rathaus. Seine politische Laufbahn startet er sechs Jahre zuvor, als er in den Neuburger Stadtrat gewählt wurde.

Kommunalwahl: Sie alle wollen Oberbürgermeister werden

Nicht völlig neu auf der politischen Bühne ist Florian Herold von den Freien Wählern. Der bald 41-jährige Vater eines eineinhalbjährigen Buben ist Vorsitzender der Parteifreien im Landkreis und in Neuburg. Auch der jüngste Kandidat, der 29 Jahre alte Bernd Schneider der für die SPD antritt, bringt sich als Vorsitzender des Unterbezirks Neuburg-Schrobenhausen der Jusos und Mitglied des Juso-Gesamtvorstands auf Oberbayern-Ebene politisch bereits aktiv ein. Als Antreiber bei der Bürgerinitiative „Das bessere Verkehrskonzept“ brachte sich Michael Wittmair schon Ende der 90er Jahre unter anderem mit der Idee eines Einbahnstraßenrings ein. Politisch festgelegt hat er sich schließlich mit der Übernahme des Ortsvorsitzes (gemeinsam mit Gabriele Nava) im erst vor einem halben Jahr neu gegründeten Ortsverband der Linken, für die er nun auch als OB-Kandidat antritt.

Die drei weiteren Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters sind politisch bisher wenig in Erscheinung getreten. Allerdings ist Gerhard Schoder schon nach seinem Studium 2006 als 25-Jähriger der CSU beigetreten und erste Ende 2018 wieder von der Partei ausgetreten. Der Grund dafür ist in dem Kurzporträt über ihn zu lesen. Vor allem der Migrationsplan Seehofers hat den 38-jährigen, vierfachen Familienvater dazu bewogen, sich den Grünen anzuschließen und sich für sie auch um das Amt des Oberbürgermeisters zu bewerben.

Kommunalwahl in Neuburg: Es fehlen noch Unterschriften

Politisch bislang nicht aktiv im Vordergrund standen auch Frank Thonig für WIND und Gabriele Käsler für Die Partei. Thonig, der zunächst für die Freien Wähler kandidieren wollte, aber dort von Florian Herold mehr oder weniger verdrängt wurde, versucht nun, mit einer völlig neuen Gruppierung die Mehrheit der Wähler davon zu überzeugen, dass er der Richtige als Oberbürgermeister für Neuburg wäre. Mehr auf satirisch-humorvolle Art bewirbt sich Gabriele Käsler als „Mutti für Neuburg“ für dieses wichtigste politische Amt in Neuburg.

Doch – wie eingangs bereits erwähnt – brauchen sie und Die Partei ebenso wie Thonig und WIND noch etwas Geduld, ob sie denn tatsächlich bei den Kommunalwahlen ins Rennen gehen können. Erfahrungsgemäß, meint Rechtsdirektor Ralf Rick, gibt’s zum Ende hin noch einmal einen Schwung. Allerdings sieht es vor allem bei Die Partei eher nicht danach aus. Die OB-Liste zeichneten bisher nur neun, die Stadtratsliste acht und die Kreistagsliste sieben Wähler. Da sieht es bei WIND (92 OB- und 87 Stadtratsliste) zumindest ein bisschen besser aus.

Das sind die OB-Kandidaten der Kommunalwahl in Neuburg im Porträt:


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