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Neuburg-Schrobenhausen

24.11.2019

Kostenlos Busfahren in der Region

Geht es nach dem Kreisjugendring, soll Busfahren für Schüler, Studenten und Auszubildende in der ganzen Region 10 grundsätzlich kostenlos sein.
Foto: Adobe Stock

Der Kreisjugendring hat einen Forderungskatalog aufgestellt, der in die Kommunalwahlen einfließen soll.

Die Zeit ist günstig. Denn die Lokalwahlen stehen im März an. Dann werden der Kreistag, die Gemeinderäte und die Bürgermeister neu gewählt. Der Kreisjugendring möchte zu dieser Zeit ein Zeichen setzen und stellt einen Forderungskatalog auf, der vor allem die Belange der Jugendlichen abbildet. Am Freitagabend beschlossen die Mitglieder des KJR Neuburg-Schrobenhausen bei der Herbstvollversammlung einstimmig, den Forderungskatalog an die Lokalpolitik zu geben. Dieses umfasst folgende Punkte:

  • Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) muss ausgebaut und zugleich billiger werden. Schüler, Studenten und Azubis sollen in der Region 10 kostenlos fahren dürfen. Außerdem sei ein 365-Euro-Jahresticket anzustreben.
  • Highspeed-Internet muss es flächendeckend geben. Weiße Flecken der Mobilfunkabdeckung müssen verschwinden. Schließlich sei das Internet die Informationsquelle Nummer eins für die jungen Menschen.
  • Der Landkreis soll einen Abenteuerspielplatz und ein Spielmobil einrichten.
  • Auch für junge Menschen muss im Landkreis bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen. Ein Richtwert sei es, dass für Warmmiete nicht mehr als 30 Prozent des Nettoeinkommens aufgebracht werden muss.
  • Der Landkreis soll die jugendgerechte Gemeinde mitfördern. Dazu sollen Gemeindejugendpfleger eingestellt werden. Und Jugendbeauftragte sollten professionell unterstützt werden. Dazu brauche man Fachpersonal oder zumindest fachliche Unterstützung. Mit sieben Stellen für Jugendarbeit im Landkreis sei dieser am Ende des Rankings bayrischer Landkreise, so KJR-Geschäftsführer Guido Büttner.

Zusätzlich will der KJR im Neuburger Jugendzentrum ein Hearing der Neuburger OB-Kandidaten durchführen, um deren Standpunkte zu drängenden Fragen der Jugend zu erfahren.

Darüber hinaus verabschiedeten sie das Programm für das kommende Jahr. Alle erfolgreichen Aktionen der vergangenen Jahre werden wieder angeboten. So zum Beispiel in den Sommerferien die Spielstadt NeuSobPolis. Ein riesiger Erfolg, wie Guido Büttner und auch KJR-Vorsitzender Fabian Mattick bestätigten. In diesem Jahr war die Spielstadt zu Gast in Karlshuld, 2020 wird die Gemeinde Burgheim Gastgeber sein. Auch mit Schrobenhausen sei man bereits im Gespräch, so Büttner. So wolle man mit NeuSobPolis alle Landkreisgemeinden besuchen.

Der Kreisjugendring hat nächstes Jahr 114 Angebote im Programm

Kerngeschäft des KJR ist das Ferienprogramm in den Sommerferien. Für 2020 rechnet Guido Büttner mit insgesamt verschiedenen 114 Angeboten. Neu dabei sind Wassersportarten wie Windsurfen und Stand-up-Paddeln. Jugendlichen von 14 bis 16 wird wieder die Ferienzeit in Ardèche in Südfrankreich angeboten. Um solche Aktivitäten auch Jugendlichen aus weniger betuchten Haushalten zu ermöglichen, beschloss die Vollversammlung, einen Sozialfond zu errichten, aus dem Jugendliche finanziell unterstützt werden können. Aus den Rücklagen bestückt der KJR einmalig den Fond mit 10.000 Euro und hofft auf Spenden für diesen Topf. Bezugsberechtigt ist, wer Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter), dem SGB XII, dem Asylbewerberleistungsgesetz (BUT), Wohngeld oder den sogenannten „Kinderzuschlag“ erhält.

Zum Schluss wurde Franziska Brüderle als Besitzerin in den Vorstand des KJR gewählt. Die 26-jährige Neuburgerin ist seit 19 Jahren in der Wasserwacht aktiv und stellvertretende Jugendleiterin. Sie ersetzt Katharina Pietsch, die aus dem Vorstand ausschied.

Finanziell steht der KJR auf gesunden Füßen. Das habe eine kürzlich stattgefundene Innenrevision durch den Bayerischen Jugendring BJR ergeben, so Guido Büttner. Dennoch seien die Rücklagen mit dem Bau des Gebäudes am Jugendzeltplatz im Schwaighölzl fast aufgebraucht. Bei einem Jahresetat von rund 2,3 Millionen Euro plant der KJR Investitionen in Höhe von 85.000 Euro – für die Fertigstellung des Zeltplatzes im Schwaighölzl, für den KJR-Sozialfond und für das Übernachtungshaus an der Neuburger Berufsschule, wenn der KJR den Zuschlag als Betreiber erhält. Denn dies muss der Landkreis erst einmal ausschreiben.

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