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Kunst

11.03.2016

Kreativität kennt kein Alter

Die wöchentliche Malwerkstatt im Ostend-Bürgerhaus. Neun Seniorinnen zwischen 70 und 88 pflegen ihre Kreativität. Bruno Moscha (links) und Ulli Fertl (Dritte von links) geben den Künstlern gerne Tipps und Anregungen.
Bild: Volker Möller

Im Ostend-Bürgerhaus treffen sich Senioren zu einer wöchentlichen Malrunde. Interessenten sind willkommen

Zwei engagierte Mitbürger saßen vor einigen Wochen gemütlich zusammen und hatten eine Idee, die inzwischen voll zündet: Stadtteilmanager Jürgen Stickel und Bürgervereinsvorsitzender Bruno Moscha etablierten nämlich in den vergangenen Wochen im nicht mehr wegzudenkenden Treff für Jung und Alt „Ostend-Bürgerhaus“ eine Kunstrunde für betagte Mitbürger, die allwöchentlich malbegeisterte Senioren zusammenführt.

Mittwochnachmittag im Mehrgenerationenhaus am Volksfestplatz: Acht Damen im Alter zwischen 70 und 88 sowie Bruno Moscha haben sich im Saal eingefunden. Auf den Tischen liegen weiße mit Leinen bespannte Rahmen, daneben Pinsel verschiedener Größe in leeren Gurkengläsern, Spachtel und Farbtöpfe. Abstraktes ist im Werden, Kreativität und eine üppige Fantasie sind gefragt. Dies hält Bruno Moscha, der inzwischen auch eine zweiwöchentliche, gut frequentierte Nachmittagsrunde zum Ratschen ins Leben gerufen hat, gerade im Alter für sehr wichtig: durch künstlerische Arbeiten etwas auszusagen, sich selbst zu bestätigen, die Zeit, die einem noch bleibt, sinnvoll zu nutzen und ein gesundes Selbstwertgefühl zu pflegen.

Es entstehen an diesem Nachmittag plakative, expressive Arbeiten in Acryl. Mit der Leiterin der Chamäleon-Malschule und Kunsttherapeutin Ulli Fertl hat Moscha eine fach- und sachkundige Kraft gewonnen. Sie gibt den begeisterten Teilnehmern der Runde entsprechende Tipps in Sachen Technik und Bildaussage. Ulli Fertl ist von ihrer Aufgabe im Bürgerhaus begeistert: „Es ist eine Freude, zu sehen, mit welcher Begeisterung und Fantasie die Teilnehmer bei der Sache sind.“ Und das sei umso interessanter, weil es ein Großteil dieser Generation meist nicht gewohnt sei, sich kreativ zu betätigen und eigene Ideen zu verwirklichen. Außerdem hätten die Seniorenkünstler dadurch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Erste Ergebnisse der seit einigen Wochen zusammenkommenden und dabei zwei Stunden arbeitenden Runde sind an den Wänden inzwischen zu sehen. Die knallige Pracht der geometrischen Farbkompositionen imponieren, regen die Fantasie an. „Wenn die Resonanz so bleibt, werden wir bald unsere erste Ausstellung präsentieren“, verspricht Bruno Moscha. Er hofft, dass die Runde der bisher nur aus dem Ostend stammenden Teilnehmer größer wird. Es könnten sich jederzeit noch weitere Interessenten dazu gesellen.

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