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Corona

20.11.2020

Kreiskrankenhaus stellt vorübergehend OPs ein

Eingang des Covid Isolierbereich des Kreiskrankenhaus Schrobenhausen.
Bild: Stefanie Schmid

Sieben Patienten außerhalb der Isolierstation sind positiv getestet worden. Nächste Woche wieder Normalbetrieb?

Aufgrund eines erhöhten Infektionsgeschehens außerhalb der Isolierstation hat sich die Geschäftsleitung des Kreiskrankenhaus Schrobenhausen dazu entschlossen, elektive Eingriffe für die nächsten fünf Tage auszusetzen. Man möchte sich mit dieser Maßnahme einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen, die Patienten vor Ort so gut wie möglich schützen.

Bei routinemäßigen Corona-Abstrichen wurden sieben Patienten außerhalb der Isolierstation positiv getestet. Nun wird das Umfeld dieser Personen recherchiert, um die ursächlichen Kontakte nachzuvollziehen. „Man kann im Moment noch nicht sagen, wie es zu den Infizierungen gekommen ist.“, erklärt der Pandemiebeauftragte, Dr. Markus Schmola.

Zusätzlich wurde auch unter den Mitarbeitern ein sprunghafter Anstieg an Ansteckungen festgestellt. Nach Angaben des Pandemiebeauftragten handelt es sich um einen Infektionsherd, der durch das umsichtige Verhalten aller Beteiligten frühzeitig erkannt wurde.

Mit Reihentestungen sowohl der Patienten als auch der Mitarbeiter verschafft man sich nun einen Überblick über die Situation. Am Donnerstag wurde intern bekannt gegeben, dass sich keine weiteren Infizierten im Haus befinden. Eine zweite Testrunde folgt am Freitag und Montag.

Zusätzlich sind alle planbaren Eingriffe abgesagt worden, um den stationären Bereich zu entlasten. Die Notfallversorgung, ambulante Operationen und Sprechstunden finden aber wie gewohnt statt. Der Operations-Stopp soll bis einschließlich kommenden Montag gelten.

Das Gesundheitsamt ist in das Ausbruchsmanagement involviert und lobt die Akribie, mit der die Leitung der Klinik die Situation bewältigt. „Ich war hoch erfreut über die offene und lösungsorientierte Kommunikation mit der Geschäftsleitung. Der freiwillige Verzicht auf elektive Eingriffe ist ein großes Opfer. Jeder Tag, an dem eine Klinik nicht normal arbeiten kann, ist eine finanzielle Belastung für das Haus.“, berichtet der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Johannes Donhauser. Der Pandemiebeauftragte betont, die Maßnahmen seien notwendig, um das Infektionsgeschehen besser steuern zu können. Die Schritte seien zwar nur präventiv zu verstehen, würden aber helfen, die Lage innerhalb kürzester Zeit wieder in den Griff zu bekommen.

Schon am Montag hatte die Klinik ein Besuchsverbot erlassen, um die Menschen im Haus besser schützen zu können. Gepaart mit den umfassenden Testungen von Patienten und Mitarbeitern sowie dem Verzicht auf planbare Operationen hat man ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bewältigung der Situation geschnürt. „Wir hoffen, dass wir ab nächster Woche wieder den Normalbetrieb aufnehmen können.“, schließt Dr. Schmola ab.

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