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Ingolstadt 

11.09.2019

Künstler verschönern den Nordbahnhof von Ingolstadt 

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4 Bilder
Drei Münchener Künstler arbeiten derzeit im Auftrag der Stadt daran, am Nordbahnhof die Partnerstädte zu verewigen und die Passage zu verschönern. 
Bild: Christof Paulus

Weil die Unterführung im Ingolstädter Nordbahnhof der Stadt ein Dorn im Auge war, gestalten Künstler diese neu. Und zwar mit internationalen Motiven.

Ein bisschen besser ist es schon. Vor kurzem noch waren die Wände der Unterführung am Ingolstädter Nordbahnhof mit Schmutz und Schmierereien verdreckt. Das ist immerhin schon vorbei: Inzwischen sind die Wände neu gestrichen. Doch nicht bloß, damit der Dreck weg ist – sondern um Platz für etwas Neues zu schaffen. Denn in Zukunft soll die Passage um einiges schöner aussehen als bisher.

In Ingolstadt kann man den Künstlern bei der Arbeit zuschauen

Beauftragt hat die Stadt deshalb Michael Gmeiner, Jörg Solzbacher und Lars von der Werth. Die drei Münchener bilden das Künstlerkollektiv „Graphism“, das sich auf solche Arbeiten spezialisiert hat. Noch ist in der Unterführung am Nordbahnhof wenig zu sehen, erst vor Kurzem haben die drei mit ihrer Arbeit angefangen. Auf den Wänden werden sie die Ingolstädter Partnerstädte verewigen – so wie die Stadt es sich von ihnen gewünscht hatte.

Die Vorlagen von Graphism für die Nordbahnhofs-Passage folgen einem festen Muster: Die Namen der Partnerstädte tragen sie auf die stilisierte Landesflagge der jeweiligen Stadt auf, in jedem Motiv finden sich daneben noch ein paar Informationen zur Stadt und der Partnerschaft. Die Motive sprayen sie dabei an die Wand. „Wir wollen so Schranken abbauen“, sagt Gmeiner. Er und seine Kollegen nähmen immer noch wahr, dass viele Menschen Sprayen für Schmiererei statt Kunst hielten. Dass genau das hier nicht der Fall ist, wollen sie in der Ingolstädter Unterführung zeigen.

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Auch in Neuburg waren die Künstler schon aktiv

Auch in Neuburg sei das Kollektiv schon aktiv gewesen und habe dort im Experience Center einen Raum mitgestaltet. Zur Arbeit am Nordbahnhof sagt Gmeiner: „Wir arbeiten hier mit Farbpsychologie.“ Er habe festgestellt, dass Wände, die bereits mit Kunstwerken besprüht sind, anschließend auch von Schmierern gemieden werden. So könne die Stadt mit der Arbeit der Künstler diesem Problem entgegentreten. Außerdem gehe es darum, dass die Passage in Zukunft ein angenehmes Gefühl auslöse. „Bisher gibt es viele dunkle Ecken. Nachts ist das unangenehm.“

Immer wieder hatte es von Bürgern Beschwerden über den Zustand und das Aussehen der Unterführung am Nordbahnhof gegeben. Deshalb hatte der Stadtjugendring die Initiative ergriffen und sich mit den Künstlern in Kontakt gesetzt. Noch bis zum Ende der kommenden Woche kann man ihnen nun dabei zusehen, wie sie die zehn Ingolstädter Partnerstädte – also Carrara, Foshan, Grasse, Györ, Kragujevac, Manisa, Moskau Zentralbezirk, Murska Sobota, Opole und Kirkcaldy – kunstvoll würdigen.

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