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Neuburg

19.11.2018

Künstlerische Abschiedsparty: „Gans zum Schluss“

Doris Lang sagt dem Atelier „Frauenzimmer & Mannsbilder“ tschüss und Susanne Bergbauer und Silvia Schlegl (von links) packen es nun „Gans“ neu an!
Bild: Brigitte Clemens

Fünf lokale Künstler hören auf, zwei neue sollen kommen. Warum Anfang und Ende im Atelier „Frauenzimmer & Mannsbilder“ ziemlich nah beieinander liegen.

Die gute Nachricht vorneweg: Das Atelier „Frauenzimmer & Mannsbilder“ schließt seine Pforten nicht ganz. Der Mietvertrag für die großzügig angelegten Räumlichkeiten im ersten Stock des sogenannten „Rohrecks“ läuft in der jetzigen Besetzung zum Jahresende allerdings aus. Die „Mannsbilder“ Werner Kragler, Hagen Spamer, Klemens Herrle und Bernhard Kugler gehen dann in eine Art künstlerischen Ruhestand. „Frauenzimmer“ und Gründungsmitglied Doris Lang will zwar nicht zu malen aufhören und bleibt dem Atelier verbunden, gibt aber ihre Räume auf, da sie viel auf Reisen ist. Übrig bleiben dann erst einmal drei „Frauenzimmer“: Christina Raebiger, Silvia Schlegl und Susanne Bergbauer. Sie wollen mit Untermietern, durchaus auch mit einem „Mannsbild“, das Atelier weiterbetreiben. Räumlich verkleinert, wird sich wohl eine Türe schließen, dafür aber werden sich zwei neue öffnen.

„Frauenzimmer und Mannsbilder“: Am Freitag ist Abschiedsparty

Das bisherige Konzept findet seine Finissage in einer großen Party „Gans zum Schluss“. Der kreative Umgang mit Pinsel und Farbe treibt hier auch mit der Schreibweise „ganz und Gans“ ein buntes Spiel. Ganz zum Schluss wird die Gans passend zur Jahreszeit in den ausgestellten Kunstwerken eine ganz große Rolle spielen. Lang kreierte hierfür Bilder mit „Gans am Wasser“. Bergbauer setzt die „Goldene Gans“ in Szene. Schlegl fühlte sich in das Schicksal der Tiere mit dem Titel „Gans leidvoll“ ein. Kragler steuert ganz bunte Mosaiken bei und Raebiger machte aus „Alt Gans was Neues“. Bei der finalen Party, die am kommenden Freitag, 23. November, ab 17 Uhr steigen wird, werden ganz nebenbei ganz günstige Gans-Bilder zu ergattern sein.

Das Neuburger Atelier wird weitergeführt

Im Gespräch mit der scheidenden Lang sowie Bergbauer und Schlegl, die sich nach dem Umbruch auf zu neuen Ufern machen werden, schleicht sich ein wenig der Abschiedsschmerz ein, wenn Lang erzählt: „Das war eine großartige Zeit! 2007 habe ich mit Susanne Bergbauer das Atelier ‘Frauenzimmer’ gegründet. Wir sind 2011 zusammen hierher umgezogen. Eine unheimliche Entwicklung fand durch das kreative Miteinander und die mannigfaltige Weiterbildung statt. Beim Abschied ist mein weinendes Auge größer als das lachende. Eine Ära geht zu Ende.“ Bergbauer formuliert es pragmatisch: „Tür zu, Tür auf – das findet bei mir gerade statt. Der Neuanfang wird sicher spannend. Wir wollen die Philosophie des Miteinanders in kleinerem Rahmen aufrechterhalten und die Events fortführen.“ Schlegl ist dem Hauseigentümer dankbar, dass er ihnen auf reduzierter Fläche weiter die Möglichkeit gibt, ihre Kreativität auszuleben. „Ich freue mich auf das neue Mannsbild im Atelier und auf eine anregende Zusammenarbeit,“ fügt sie noch an, ohne zu verraten, wer das sein wird. Alles hat eben seine Zeit – „Gans“ sicher!

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