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Neuburg

19.07.2018

Kunstausstellung: Die bunte Welt des Rainer Röschke

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2 Bilder
Auf so eine Idee kann nur Rainer Röschke kommen: Im Rahmen seiner Ausstellung in den Kliniken St. Elisabeth versenkte der Künstler eines seiner Gemälde kurzerhand im Teich des Klinikgartens.
Bild: Sabrina Leretz

Mit seiner Ausstellung in den Kliniken St. Elisabeth beweist Künstler Rainer Röschke wieder einmal sein Talent - und seine Leidenschaft für Leuchtfarben.

Als Klinikmitarbeiter eines von Röschkes kostbaren Gemälden im Teich entdeckten, staunten sie nicht schlecht. Schnell zogen sie das Bild aus dem Wasser. Doch sie hatten die Rechnung ohne Rainer Röschke gemacht: Kurzerhand warf der Künstler das Bild wieder hinein. Er hatte es nämlich zuvor mit voller Absicht im Klinikteich versenkt.

Das Werk ist Teil seiner neuen Ausstellung in den Kliniken St. Elisabeth. „Ich habe keinen Zweifel, dass man mit Röschkes Bildern das ganze Krankenhaus füllen könnte“, sagte Dieter Distl bei der Eröffnung der Vernissage am Mittwochabend. Und so fühlt es sich auch an: In jedem Gang scheint Röschkes Leuchtfarben-Kunst zu strahlen, in jedem noch so kleinen Winkel scheint sich ein Werk zu verstecken.

Auf seinem Kunsthof in Wagenhofen lagert Rainer Röschke Tausende Kunstwerke

Im Obergeschoss stellt Röschke Originale in UV-Farben aus, im Erdgeschoss präsentiert er digitalisierte Kunstmotive: abfotografierte und vergrößerte Bilder. Wo die Originale sind, wisse er teilweise gar nicht mehr. „Die sind beim Ordnen untergegangen.“ Auf seinem Kunsthof in Wagenhofen kann das bei Tausenden gelagerten Werken schon mal passieren. Manche Bilder seien beim Transport „verletzt“ worden. Kein Problem für Röschke – bisher wusste er noch jedes Gemälde zu heilen. Manchmal klebe er einfach ein buntes Pflaster über den Riss. „Das macht man ja bei Verletzungen so.“

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Bunte Neonfarben sind in Röschkes Werken allgegenwärtig. In 1600 verschiedenen Farben leuchten seine Motive von den Wänden. Tiere, Köpfe und Landschaften gehören zu seinen Steckenpferden.

Für die Ausstellung im Klinikgarten hat er einige seiner Gemälde auf Kunststoff und Alu-Dibond gedruckt und dadurch wetterfest gemacht. In Bäumen und hinter Sträuchern stecken, stehen und liegen die Bilder, als hätte Röschke sie willkürlich arrangiert. Doch jedes Werk hat seinen ganz eigenen Platz. Ein rotes Gemälde beispielsweise verschwindet beinahe hinter einem Strauch. Doch der Standort ist vom Künstler bewusst gewählt. „Wenn die Sonne abends durch die Bäume fällt, sieht es aus, als würde das Bild brennen.“

Rainer Röschkes Ausstellung in den Kliniken St. Elisabeth dauert noch bis September

Eintönige Werke werden Besucher der Ausstellung nicht finden. Dieter Distl erinnerte sich in seiner Eröffnungsrede an einen Wettbewerb, bei dem es um die Gestaltung des Neuburger Stadttheaters ging. Röschkes Frau habe damals dem Stadtrat seine Schwarz-weiß-Skizzen vorgestellt. „Das wird dann schon noch bunt“, habe sie gesagt. „Ihr kennt ja den Rainer.“

Bis September wird die Ausstellung in den Kliniken noch dauern. Bekannt ist Röschke für das Verbrennen seiner Kunstwerke. Distl gab den Besuchern der Vernissage deshalb einen gut gemeinen Rat mit auf den Weg: „Wenn Sie die Gelegenheit dazu haben, schauen Sie sich die Originale an, solange sie noch existieren.“

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