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Rohrenfels

21.02.2018

Kurzes Storchenglück auf dem Kamin

Vor einer Woche saß das Storchenpaar noch vereint auf dem Schornstein der Brauerei Schneider in der Rohrenfelser Ortsmitte. Mittlerweile ist das rechte Tier verendet und wurde tot aus dem Nest geborgen.
Bild: Georg Wurm

Toter Vogel in Rohrenfels aus dem Nest geborgen. Was der Experte vermutet. 

Noch hält der Winter sein eisiges Gastspiel, doch in der Natur halten mit dem zunehmenden Tageslicht die ersten Frühlingsboten Einzug. Dazu zählen auch die Störche, von denen auch im Landkreis einige bereits ihre Nester besetzt haben. Ein Paar bezog am Faschingssonntag sein Quartier auf dem Schornstein der Brauerei Schneider in Rohrenfels. Doch wenige Tage später war einer der Vögel tot.

Der Start in die Storchensaison war damit alles andere als erfreulich. Die Neuburger Feuerwehr rückte vergangenen Montag an, nachdem eine Anwohnerin beobachtet hatte, dass ein Vogel aus dem Nest hing. Als die Leiter ausgefahren wurde, war Gunter Weinrich, Artenschutzbeauftragter des Bund Naturschutz und Storchenexperte im Landkreis, mit dabei. „Und der Storch war tatsächlich tot“, berichtet er gegenüber der Neuburger Rundschau. „Ich war mit ihm bei der Tierärztin Dr. Schneemeier. Aber sie konnte keine Todesursache feststellen. Unterernährt war er jedenfalls nicht.“ Weinrich vermutet, der Vogel könnte vergiftete Mäuse gefressen haben. Fest steht, es war ein beringter Storch, der vergangenes Jahr in Schrobenhausen auf dem Ellwanger Haus gebrütet hatte. Er war vier Jahre alt und bei Tübingen (Baden-Württemberg) beringt worden. Wo der ebenfalls beringte Partner geblieben ist, ist derzeit nicht bekannt. Storchenexperte Weinrich hat auf seiner Kontrolltour, auf der er die Einstände abfährt, gestern Vormittag im Rückhaltebecken bei Hollenbach einen einzelnen, beringten Storch stehen sehen. „Als ich näher gekommen bin, hat er sich aber aus dem Staub gemacht.“ Ob der zweite Vogel noch einmal nach Rohrenfels zurückkehrt, will er beobachten.

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