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Ingolstadt

23.01.2021

Landesgartenschau 2021 in Ingolstadt: Kann es im April endlich losgehen?

Bereits im April hätte die Landesgartenschau in Ingolstadt eröffnet werden sollen (im Bild links der Westpark). Doch das wäre mitten im ersten Lockdown gewesen. Jetzt machen die Veranstalter einen zweiten Anlauf. Eröffnung soll nun am 21. April sein.
Foto: Schalles

Plus Vergangenes Jahr sollte in Ingolstadt die Landesgartenschau stattfinden. Doch dann kam Corona. 2021 soll alles werden, wie geplant. Zumindest fast.

Die ersten Frühlingsblumen haben geblüht, die Wege waren frisch gepflastert und auf der Apfelbaumwiese wollten sich die ersten Brautpaare das Ja-Wort geben. Statt Aprilwetter gab es dann auch noch jede Menge Sonnenschein. Es wäre perfekt gewesen – doch dann kam Corona. Und Ingolstadt musste seine Landesgartenschau verschieben. Zunächst um ein paar Wochen auf Ende Mai, und als klar war, dass die Pandemie sich lange hinziehen würde, legten die Verantwortlichen einen neuen Termin fest, fast auf den Tage genau ein Jahr später: Eröffnung soll nun am 21. April 2021 sein.

Landesgartenschau 2021 in Ingolstadt: Eröffnung soll am 21. April sein

Darauf arbeitet jetzt das gesamte Team hin, sagt Landesschau-Geschäftsführer Maximilian Heyland. Trotz all der Unwägbarkeiten, die es aktuell noch gibt. Gerade wird am Hygienekonzept gefeilt. Wie ist eine Eröffnung unter Coronabedingungen möglich? Wie funktioniert die Besucherregistrierung? Wie sind die Abläufe an den Eingängen? All diese Fragen müssen noch final geklärt werden.

Während die Organisatoren viel zu planen haben, liegt „das Gelände im Winterschlaf“, so Heyland. Einige der Ausstellungsobjekte waren nicht für einen Winter mit Eis und Frost gemacht. Die Blumenhalle etwa, ein Zeltbau, bei dem erst einmal gewährleistet werden musste, dass er die Schneelast überhaupt tragen kann. Sobald das Winterwetter vorbei ist, soll alles „schnell in einen ausstellungswürdigen Zustand gebracht werden“, sagt Heyland.

Schwierige Bedingungen für die Landesgartenschau 2021 in Ingolstadt

Doch unter den gegenwärtigen Bedingungen sei das mitunter sehr schwierig. Wegen der Kontaktbeschränkungen können sich gerade die vielen Ehrenamtlichen wie die Igelgruppe oder die Kalligraphiegruppe nicht treffen, um ihre Projekte vorzubereiten und aufzubauen. Die aktuellen Vorgaben werden auch das große Veranstaltungsprogramm mit Konzerten und Shows durcheinanderwirbeln. Ein Publikum, das dicht gedrängt vor der Bühne mitfeiert, ist in diesen Zeiten undenkbar. Rund 1750 Gäste hätten in einem normalen Jahr vor der Bühne Platz gefunden, für 1000 von ihnen hätte es Stehplätze gegeben. Nun aber dürfen sich laut Heyland wegen der Abstandsregeln nur noch 110 bis 250 aufhalten.

Die ursprünglich gebuchten Künstler haben weitgehend ihr Kommen für dieses Jahr zugesagt und werden – um die Besucherströme zu entzerren – zum Teil ihr Programm auch mehrfach zeigen. Wie sich die Pandemie auf die Besucherzahlen auswirken wird, ist indes noch völlig unklar. Ursprünglich jedenfalls hatte man mit rund 700.000 Gästen kalkuliert. Möglicherweise könnten dieses Jahr aber Reisegruppen ausbleiben, sagt Heyland. Andererseits glauben manche Experten, dass gerade jetzt die Menschen eher nach draußen drängten und nach Veranstaltungen dürsteten.

Neuer Termin 2021: Landesgartenschau in Ingolstadt wird deutlich teurer

Klar ist jedenfalls schon heute, dass die Verschiebung um ein Jahr jede Menge Geld kosten wird. Zunächst war man von Mehrkosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro ausgegangen. Doch das dürfte nicht reichen. Mehr Personal wegen der Hygienevorgaben, eine Online-Besucherregistrierung für eine sechsstellige Besucherzahl, zusätzliche Beschilderungen – und möglicherweise weniger Besucher.

Die Landesgartenschau in Ingolstadt soll im April 2021 endlich starten.
Foto: Sebastian Willnow, dpa (Symbolbild)

Bei all den negativen Auswirkungen kann Heyland der Verschiebung zumindest aber einen positiven Aspekt abgewinnen. Die Flora und Fauna auf dem 23 Hektar großen Gelände habe in diesem Jahr ohne Besucher enorm profitiert, sagt er. Mittlerweile lebten 40 Rebhühner auf dem Areal, Insekten und Greifvögel fühlten sich wohl. Und auch all die Büsche, Sträucher und rund 900 Bäume sind bereits gut eingewachsen.

Die Landesgartenschau in Ingolstadt dauert von 21. April bis 3. Oktober

Doch ein klein wenig haben auch ein paar Ingolstädter bereits in diesem Sommer von der Gartenschau profitiert – auch wenn der Park das ganze Jahr über für Besucher geschlossen war. Denn Anfang Juni wurden 30.000 Sommerblumen verschenkt, die nicht gepflanzt werden konnten. Auf den Zufahrten zur Gartenschau bildeten sich lange Autoschlangen und im Auto- und Fahrrad-drive-in konnten Blumenliebhaber schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Landesgartenschau bekommen. Doch in diesem Jahr sollen die Blumen dann auch tatsächlich dort blühen, wo sie vorgesehen sind.

Die Landesgartenschau dauert von 21. April bis 3. Oktober. Weitere Informationen gibt es im Internet unter ingolstadt2020.de

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