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Flüchtlinge

26.02.2015

Landkreis sucht dringend Wohnraum

In Eichstätt erwartet man bis Jahresende weitere 700 Asylbewerber. Was das für eine Aufgabe darstellt

Bis auf den letzten Platz besetzt war der große Sitzungssaal im Eichstätter Landratsamt, als Landrat Anton Knapp zusammen mit seinen Mitarbeitern vom Amt für Soziales und Senioren zum Erfahrungsaustausch rund um Themen der Asylbewerberbetreuung einlud.

Der Landkreischef gab einen umfassenden Sachstandsbericht zur dezentralen Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge und unterstrich, dass es ihm ein großes Anliegen sei, die Arbeiten der Behörde und der Regierung mit dem Engagement der Ehrenamtlichen zu verknüpfen und die große Aufgabe im engen Mitarbeiter zu bewältigen. „Die Situation ist derzeit zahlenmäßig etwas angespannt, sie wird auch noch schwieriger werden, wenn man die Prognosen der geplanten Zuweisungen durch die Regierung anschaut. Dies erinnert mich an die Situation im Oktober 2014, als wir angesichts der vielen Zuweisungen rasch handeln mussten - ohne die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer in den Landkreisgemeinden wäre vieles nicht so reibungslos gelaufen“, lobte Anton Knapp. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihre Hilfe und das offene Ohr, auf das er auch weiterhin hoffe. Die Anwesenheit von zahlreichen Bürgermeistern beim Erfahrungsaustausch begrüßte der Landrat deshalb ausdrücklich, auch Studenten der Uni-Gruppe „tun.starthilfe“ waren vor Ort.

„Aktuell sind im Landkreis rund 500 Flüchtlinge untergebracht. Bis zum Jahresende werden rund 700 weitere Personen hinzukommen“, erläuterte Beate Lechermann, Fachbereichsleiterin für Asyl im Amt für Soziales. Allein vergangenes Wochenende seien in München rund 900 neue Flüchtlinge eingetroffen, welche nach dem Quotenschlüssel auf die Landkreise verteilt werden. Zusammen mit Sachgebietsleiter Siegfried Fries und Frank Schneider sowie den sozialpädagogischen Mitarbeitern der Caritas stellte sie sich ebenso wie der Landrat selbst gut zwei Stunden den Fragen der verschiedensten Helferkreise und gab ihnen aktuelle Zahlen und Hintergrundinformationen mit auf den Weg. Landrat Knapp appellierte bei der Gelegenheit an alle Hausbesitzer, freien Wohnraum zur Miete anzubieten. (nr)

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