Newsticker
Impfkommission Stiko empfiehlt AstraZeneca jetzt auch für über 65-Jährige
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Landratswahl: Mit „guter Betriebstemperatur“ ins Finale

Neuburg-Schrobenhausen

14.01.2019

Landratswahl: Mit „guter Betriebstemperatur“ ins Finale

Der Schrannenplatz in Neuburg wird mittwochs und samstags von den Landratskandidaten (links Werner Widuckel, SPD) gerne für den Wahlkampf genutzt.
Bild: Xaver Habermeier

In einem kurzen Wahlkampf drängen sich die Termine für die vier Landrats-Bewerber im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Denn schon in fünf Tagen ist Urnengang.

In fünf Tagen, am Sonntag, 20. Januar, sind gut 75.000 Wähler im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zur Wahl eines neuen Landrats aufgerufen. Für die vier Kandidaten sind die Tage bis dorthin noch einmal eine persönliche Herausforderung.

Ob „Klingelputzen“, Info-Stände hier und dort, ob politisches Weißwurstfrühstück, Besuche von Faschings- und Galabällen, noch einmal Neujahrsempfänge und nach der Gesprächsrunde im Neuburger Kolpinghaus, zu der die Neuburger Rundschau eingeladen hatte, noch eine Podiumsdiskussion mit allen vier Kandidaten am gestrigen Montagabend im Pfarrsaal St. Jakob in Schrobenhausen. Die Tage vor dem Show-down sind für Fridolin Gößl (CSU), Peter von der Grün (Freie Wähler), Werner Widuckel (SPD) und Norbert Mages (Grüne) ausgefüllt, wobei es bei der Intensität schon noch kleine Unterschiede gibt. Manche bringen gleich drei, vier Termine an einem Tag in ihrem Kalender unter. Fridolin Gößl etwa war am Sonntagvormittag zunächst beim Frühschoppen in Brunnen, am Nachmittag beim Zukunftstag „Kinder- und Jugendmedizin“ im Bauer–Konferenzgebäude in Schrobenhausen mit der bayerischen Sozialministerin Kerstin Schreyer und am Abend war er noch beim Christbaumverbrennen in Karlskron. „Mitunter sind das schon sehr intensive Termine“, sagt Gößl.

Für manchen Landrats-Kandidaten folgt ein Termin auf den nächsten

Mitbewerber Peter von der Grün bewältigt unter anderem am morgigen Mittwoch ein ähnlich dicht gedrängtes Programm. Dem Info-Stand auf dem Neuburger Wochenmarkt folgt am Nachmittag ein Vortrag am Gymnasium Schrobenhausen und am Abend die Abschlussveranstaltung der Freien Wähler Rennertshofen im Kegelheim in Stepperg. „Das ist quasi zum Ende hin noch ein Höhepunkt im Wahlkampf“, erklärt von der Grün. Beide werden sich zum Beispiel auch auf dem Neujahrsempfang der CSU Schrobenhausen am Freitag bei der Firma Bauer und bei dem ein und anderen Benefiz- und Galaball am Wochenende treffen.

Weniger kompakt gestaltet Werner Widuckel seinen Wahlkampf. Er wird vor allem bei Info-Ständen in seiner Heimatgemeinde Karlskron, in Schrobenhausen, Aresing, Neuburg und Karlshuld noch einmal für sich werben. Wie alle Kandidaten empfindet er den kurzen Wahlkampf durchaus als Vorteil, „weil man komprimiert alles auf den Punkt bringen muss“. Der wahlkampferprobte 60-Jährige läuft gerade auf einer „guten Betriebstemperatur“, wie er beschreibt. Und letztlich, da ist sich das Quartett ebenfalls einig, habe jeder ja schließlich gewusst, worauf er sich einlässt.

Der Landrats-Wahlkampf hat trotz der kraftraubenden Intensität auch sein Gutes

„Wer A sagt, muss auch B sagen“, fasst es Norbert Mages sprichwörtlich zusammen. Er habe, wie er sagt, ebenfalls viel Energie in den Wahlkampf gesteckt und zum Beispiel am Samstag von der erfrischend auftretenden Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, bei einem Auftritt in der Aussicht Unterstützung erfahren. Und der Landrats-Wahlkampf, so das Quartett unisono, habe ja trotz aller kraftraubenden Intensität auch durchaus sein Gutes. Denn man lerne viele Menschen kennen und komme mit ihnen ins Gespräch.

Durchaus möglich ist auch, dass für zwei der vier Bewerber der Wahlkampf nach dem Urnengang am Sonntag noch nicht vorbei sein wird. Denn sollte keiner der Kandidaten über 50 Prozent der Stimmen erhalten, wird es zwischen den beiden, die am meisten Kreuzchen bekommen haben, 14 Tage später zu einer Stichwahl kommen.

Erst wenn das endgültige Wahlergebnis feststeht, werden sich auch mögliche Folgeszenarien abspielen. Wie bei einem Erfolg von Fridolin Gößl die Wahl eines neuen Bürgermeisters in Oberhausen, wo er seit 16 Jahren das Oberhaupt ist.

Auf alle Fälle sicher ist, dass die Tage von Aushilfs-Landrat Alois Rauscher gezählt sind. Er hat nach dem Wechsel von Roland Weigert als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium von Hubert Aiwanger rund zwölf Wochen Regie im Landkreis geführt. Das hat er, wie er mehrfach betont hat, sehr gerne getan, wenngleich in diese Zeit durchaus auch unangenehme Ereignisse gefallen sind, allen voran das Hundedrama in Obermaxfeld, das er sicherlich in unangenehmer Erinnerung behalten wird.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren