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Konzert

03.01.2019

Lauschen Sie einem neuen Vokalensemble

Wohlklingend und agil: Das neu gegründete Ensemble „LauschWerk“ unter der Leitung von Martin Steidler konzertierte erstmals in Ingolstadt.
Bild: Johannes Seifert

Geistliche Chormusik mit Lausch-Werk als Kontrast zur aktuellen Ausstellung im MKKD

Lausch-Werk heißt das neu gegründete Ensemble, das sich zum größten Teil aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Audi-Jugendchorakademie, die sich für eine professionelle Sängerlaufbahn entschieden haben, zusammensetzt. Das Ensemble beeindruckte vor wenigen Tagen im MKKD (Museum für Konkrete Kunst und Design) in Ingolstadt.

Dieses Ensemble, unter der Leitung von Martin Steidler, erarbeitet sich anspruchsvolle Vokalmusik von der Renaissance bis zur Moderne. Die Mitwirkenden werden zusätzlich von international renommierten Referenten stimmlich und künstlerisch gecoacht. Ziel der Akademie ist, auf das Singen in professionellen Ensembles vorzubereiten, die dazu nötigen stimmlichen und künstlerischen Fähigkeiten auszubauen und Impulse für die solistische Weiterentwicklung zu geben. Auf dem Programm des überaus gut besuchten Konzertes, das von Günter Holzhausen (Basso continuo) und Bernhard Prammer (Orgel) begleitet wurde, standen die Werke „Kleine Geistliche Konzerte“ und „Geistliche Chormusik“ von Heinrich Schütz (1585 bis 1672). Gerade mit dieser polyphon angelegten Musik hat sich Steidler auch als Hochschullehrer in besonderer Weise auseinandergesetzt.

1912 erschien die bahnbrechende Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ von Wassily Kandinsky. Zeitgleich mit ihm beschäftigten sich Künstler wie Kasimir Malewitsch mit ähnlichen Gedanken. Sie suchten nach Möglichkeiten, wie man das Unsichtbare, das Transzendente, das Spirituelle darstellen könnte und sie gelangten alle zu einem ungegenständlichen Malstil, bei dem allein den Farben und Formen Bedeutung zukam. Genau hier ist in besonderer Weise eine Symbiose zur Musik und in ganz besonderer Weise auch zu Heinrich Schütz, der gerade auch die Polyphonie und deren vielfältige Wirkungskraft forcieren konnte, gegeben, wie Steidler in seinen Einführungsworten zum Konzert betonte.

Die Tonschöpfungen von Heinrich Schütz sind höchst anspruchsvoll. Das Ensemble Lausch-Werk verfügt nicht nur über einen sehr homogenen und kompakten, sondern auch über einen sehr wohlklingend und agilen Klang. Vor allem auch in den einzelnen Rezitativen und Solo-Passagen überzeugten die engagierten Sänger.

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