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28.07.2010

Linke macht Ryder Cup zum Thema

Neuburg Die Linke in der Region Ingolstadt will die Bewerbung Neuburgs für das weltweit renommierteste Golfturnier, den Ryder Cup 2018, zum Thema machen.

Auf einer Kreismitgliederversammlung der Partei referierte Roland Keller, Ortssprecher der Partei in Neuburg, zum Stand der Bewerbung. Trotz scheinbar ungeteilter Begeisterung müsse diese sportliche Großveranstaltung und ihre Folgen hinterfragt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Neben ökologischen Bedenken sei die zentrale Frage die der Kosten. "Für den Ryder Cup dürfen keine Steuergelder eingesetzt werden", so Keller. "Wenn die Reichen und Superreichen in Neuburg golfen wollen, dann haben wir nichts dagegen. Aber sie sollen ihr Vergnügen auch selbst bezahlen."

Arbeitsgruppe wurde gebildet

Nach ausführlicher Diskussion wurde einstimmig beschlossen: " Die Linke lehnt eine offene oder versteckte Finanzierung dieser Großveranstaltung mit öffentlichen Geldern ab." Von der regionalen Wirtschaft und Politik werde der Ryder Cup fast widerspruchslos zu einem Zukunftsevent hochstilisiert. Die Partei stehe diesem Zweckoptimismus außerordentlich kritisch gegenüber, heißt es weiter. Eine solche sportliche Großveranstaltung ziehe umfangreiche finanzielle, ökologische und soziale Folgen nach sich, die gegenwärtig noch nicht absehbar seien. Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die Informationen zusammen tragen und "schnell einen fundierten, entscheidungsreifen Beschlussvorschlag" erarbeiten soll.

Linke macht Ryder Cup zum Thema

Kontakte zu "NOlympia" nutzen

Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Eva Bulling-Schröter, beabsichtigt in Sachen Ryder Cup bei der Bundesregierung vorstellig zu werden. Die Abgeordnete sieht auch Parallelen zur Münchner Olympiabewerbung und will ihre Kontakte zur dortigen Bürgerinitiative "NOlympia" zur Verfügung stellen.

Thonig bietet Info-Gespräch an

Zwischenzeitlich hat die Partei an Neuburgs OB Bernhard Gmehling auch einen umfangreichen Fragenkatalog geschickt. Dieser ging mittlerweile beantwortet - soweit die Fragen die Stadt betrafen - zurück. Um vorhandene Informationsdefizite zu schließen, sagte Frank Thonig, Geschäftsführer des Wittelsbacher Golfclubs in Rohrenfeld, gegenüber der NR, dass er jederzeit auch für ein Gespräch zur Verfügung stehe. "Wir haben nämlich nichts zu verbergen." (nr/mari)

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