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Ehekirchen

02.12.2020

Luftsensoren für Kitas in Ehekirchen

Das Bayerische Familienministerium fördert Hygiene- und Luftreinigungstechnik in Kinderbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen. Ehekirchen wird für die Kita Zuschüsse beantragen.
Bild: Andrea Hammerl

Plus In Ehekirchen bekommt sowohl die Feuerwehr als auch der Verein der Familienhilfe Zuschüsse. Aber auch die Gemeinde selbst wird beschenkt.

Eine kostenlose Solarleuchte im Wert von 2040 Euro hat die Gemeinde Ehekirchen von der Bayernwerk Netz GmbH erhalten, den Einbau für 350 Euro netto muss die Kommune allerdings selber übernehmen. Das Geschenk nahm der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend gerne und einstimmig an, diskutierte dann aber über den Standort.

Ehekirchen: Wo kommt die Solarleuchte hin?

Ursprünglich war der Friedhofsaufgang in Bonsal vorgesehen gewesen. „Das geht aus Denkmalschutzgründen nicht“, erklärte Bürgermeister Günter Gamisch und stellte stattdessen die Straße „Dinkelshausen C“ in Dinkelshausen zur Diskussion. Dort könnte auch eine weitere, bereits im Besitz der Gemeinde befindliche Solarlampe aufgestellt werden, um die sehr dunkle Straße auszuleuchten. Das sei schon länger Thema in Dinkelshausen gewesen, merkte Andreas Karmann an, schlug aber vor, zunächst mit den Anwohnern zu reden, da deren Schlafzimmer zur Straße hin ausgerichtet sind. Sollte sich im Zuge der Dorferneuerung etwas ändern, könnten die beiden Lampen jederzeit wieder versetzt werden, meinte Gamisch, der nun die Anwohner kontaktieren wird.

Zwei Kostenteilungs-Varianten standen zur Auswahl, als es um die geplante Terrassenüberdachung der Feuerwehr Ehekirchen ging. Die soll 6,5 Meter breit und 4,3 Meter tief werden und aus einer Holz-Stahl-Unterkonstruktion bestehen, die mit Plexiglas-Doppelstegplatten bedacht wird. Begründet wird der Antrag der Feuerwehr mit der Corona-Krise. Die werde die Gesellschaft noch länger beschäftigen, meinen die Verantwortlichen der Feuerwehr, daher sei es wichtig, einen Wetterschutz für Aufenthalte im Freien zu haben.

Widerspruch bei einigen Gemeinderäten

Als Argument für einen möglichen höheren Zuschuss stieß das jedoch auf Widerspruch bei einigen Gemeinderäten, unter anderem bei Otto Plath, der mahnte, sich an die Förderrichtlinien zu halten. Man könne nicht alles mit Corona begründen, lautete der Tenor, letztlich ginge es um einen Anbau ans Stüberl, also um gesellige, keine feuerwehrspezifischen Zwecke. Die Materialkosten belaufen sich auf etwa 2500 bis 3000 Euro, die Arbeit übernehmen die Feuerwehrkameraden selber, zudem bot Kommandant Stefan Marb an, den Bauplan kostengünstig in den eigenen Reihen erstellen zu lassen. Vorgeschlagen hatte der Bürgermeister, die Materialkosten komplett zu übernehmen und die Planungskosten der Feuerwehr zu überlassen. Doch neben den beiden Bürgermeistern stimmten nur zwei weitere Gemeinderäte dafür, zwölf dagegen. Mit 14 zu zwei wurde dann beschlossen, 75 Prozent der Baukosten und die Planungskosten zu übernehmen. Was den Vereinsförderrichtlinien der Kommune entspricht.

Ein rund 2600 Euro höheres Defizit hat der Verein der Familienhilfe mit der Maxi-Gruppe im vergangenen Schuljahr eingefahren. Vorstandsmitglied Thomas Bednarz führte das „überwiegend auf Corona“ zurück, da die Elternbeiträge von 660 Euro monatlich während des Lockdowns im Frühjahr drei Monate lang weggefallen waren. Zudem habe es leicht erhöhte Personalkosten durch einen Wechsel und Übergabezeiten gegeben. Der Rat beschloss einstimmig, das Defizit von 8630 Euro auszugleichen.

21.000 Euro Mehrkosten

Wenn der Wasserzweckverband die Wasserleitung in der Gartenstraße erneuert, wird die Kommune Synergieeffekte nutzen und den Abwasserkanal sanieren lassen, teilte Gamisch aus der Bauausschusssitzung mit. Zudem soll ein Kanalabschnitt, der über ein Privatgrundstück verläuft, auf öffentlichen Grund verlegt werden, da die Gemeinde keine Grunddienstbarkeit für den privaten Grund hat. Dabei entstehen zwar 21.000 Euro Mehrkosten, doch die seien gut angelegt, meinte der Bürgermeister, um in Zukunft auf der sicheren Seite zu sein.

Gerne nahm der Gemeinderat die Förderung des Familienministeriums für Hygieneausstattung und Kohlendioxidsensoren in Kindertagesstätten an, die mit 16,32 beziehungsweise 7,12 Euro pro Kind bezuschusst werden können. Bei 117 betreuten Kindern summiere sich das auf 2743 Euro, rechnete Gamisch vor. Für mobile Luftreinigungsgeräte, die mit 3500 Euro pro Raum gefördert werden, wird dagegen kein Bedarf gesehen, da sich alle Räume gut lüften lassen.

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