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Wanderausstellung

14.05.2014

Man muss den Mund aufmachen

Birgit Mair hat die Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ konzipiert und führt auch Besucher.
Bild: isat

Im Foyer des Landratsamts erinnern Tafeln an die Opfer des NSU

Zehn Tafeln erinnern an die Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU), auf weiteren Plakaten können sich die Besucher der Wanderausstellung „Die Opfer des NSU“ über das neonazistische Netzwerk und die gesellschaftliche Aufarbeitung des Themas informieren. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 23. Mai, im Foyer des Landratsamts zu sehen.

Nach Neuburg geholt haben die Schau die „Sinninger Initiative gegen Rechts“ und die „Bürgerbewegung für Menschenrechte Neuburg-Schrobenhausen“. Deren Sprecher Gerhard Steiner betonte in seiner Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung, dass Stimmen auf allen Ebenen sich erheben müssten und den Rassismus in der Gesellschaft nicht einfach hinnehmen dürften. „Man muss einfach auch mal den Mund aufmachen“, forderte er. Er fände es besorgniserregend, dass die neonazistischen Netzwerke nicht von Schlägern ausgehen, sondern von vermögenden Leuten im Hintergrund. Die Nürnbergerin Birgit Mair hat die Ausstellung konzipiert und alle Tatorte besucht. Gemeinsam mit den Angehörigen der Opfer hat sie die Tafeln ausgearbeitet. Seit Jahren setzt sie sich gegen Rassismus ein, der ihrer Meinung nach „in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.“ Es gäbe einen omnipräsenten Migrantenhass.

Die etwa 20 Besucher der Ausstellungseröffnung zeigten sich bestürzt und wütend über die Tatsache, dass den Spuren von deutschen Tätern erst spät nachgegangen wurde. Davor hatte die Polizei immer nach Ausländern gefahndet und ist von einem kriminellen Umfeld der Opfer mit Migrationshintergrund ausgegangen. An Nazis wollte laut Birgit Mair zunächst niemand glauben.

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