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Denkmal

20.06.2008

Marienbrunnen muss saniert werden

Wer sich dieser Tage dem Marienbrunnen am Karlsplatz nähert, könnte nasse Füße bekommen. Denn die Wasserleitungen des Brunnens sind undicht. Bei einem der vier Bronze-Putten, die jeweils auf den Ecken des geschwungenen Beckens stehen, rinnt das Wasser herab, anstatt in hohem Bogen Richtung Mariensäule zu sprudeln.

Grund dafür sind vermutlich verkalkte Wasserleitungen. Die Rohre sind undicht. Das Problem: das austretende Wasser weicht das Fundament rund um den Brunnen auf und könnte dazu führen, dass sich das Becken absenkt. "Wir sind gerade dabei erst einmal genau zu untersuchen, wie umfassend der Schaden am Brunnen überhaupt ist", sagt Franz Reim von der städtischen Bauverwaltung. Dazu müsse man in den sehr kleinen Schacht neben dem Brunnen klettern und die Zuleitungen genau inspizieren.

Geld soll im Haushalt 2009 eingeplant werden

Doch eins ist klar: Der Brunnen muss saniert werden. Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling sagte gegenüber der NR, man rechne mit einem fünfstelligen Betrag. Im Haushalt 2009 soll dafür Geld eingeplant werden.

Eine Sanierung des Brunnens ist aber nicht so einfach. Denn vermutlich müssen dafür einzelne Segmente abgebaut werden. Dafür holt sich die Stadt die Hilfe des erfahrenen Steinmetzes Michael Scherbaum aus der Sankt Georgs Bauhütte in Nördlingen. Er hat schon mehrfach Restaurierungsarbeiten an Denkmälern der Stadt ausgeführt und soll auch im Falle des Brunnens ein Gutachten erstellen. Dass die Stadt den Brunnen wieder in Stand setzen wird ist unterdessen keine Frage. Immerhin gehört der Marienbrunnen fest in das historische Ensemble auf dem Karlsplatz, das Neuburg überregional bekanntmacht. "Der Brunnen ist eines unserer bedeutendsten Baudenkmäler", sagt Stadtheimatpfleger Roland Thiele. Schon früher sei der Karlsplatz Mittelpunkt der Stadt und auch ideelles Zentrum des Fürstentums gewesen.

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