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20.03.2009

Marktwirtschaftliche Prinzipien einhalten

Neuburg (mari) - Als Mahner für die Einhaltung marktwirtschaftlicher Prinzipien sieht sich die IHK in diesen konjunkturell schwierigen Zeiten. Dies ist einer der Schwerpunkte der IHK-Arbeit, die der neue Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, Peter Driessen, bei seinem Antrittsbesuch den Mitgliedern des IHK-Gremiums Neuburg-Schrobenhausen im Theaterfoyer aufzeigte.

Bevor Peter Driessen sich und die Hauptaufgaben der IHK vorstellte, ging Gremiumsvorsitzender Ludwig Schlosser auf die gerade "komische Stimmung" im Lande ein. Die Wirtschaftskrise, sieht er als Ausfluss einer Wertekrise. Eine Antwort auf die vielen Fragen, die die Krise aufwerfe, sei die, sich auf Altes und Bewährtes, auf die wirtschaftlichen Werte zu besinnen. Ein gesetzlicher Auftrag der Kammer laute, Anstand und Sitte des ehrbaren Kaufmanns zu wahren. Die IHK müsse Missstände und Verwerfungen aufzeigen und einschreiten. Da sei auch die Arbeit der Kammer vor Ort wichtig, betonte Schlosser. Um der Krise zu begegnen, dürften sich gerade auch die Banken den Hilferufen des Mittelstandes nach Krediten nicht verweigern. Genossenschaftsbanken und Sparkassen nannte er hierbei als positive Beispiele.

Vertrauensverlust in das Marktsystem, negative Stimmungsmache und die Gefahr der Überregulierung durch den Staat: Die IHK, so Peter Driessen, müsse derzeit an vielen Fronten kämpfen. Eine Hauptarbeit sei es, deutlich zu machen, was der Staat tun und was er lassen sollte, um noch mehr Regeln zu vermeiden. Außerdem gelte es, Brücken zwischen Kreditgebern und Unternehmen zu bauen. Die IHK versuche auch neue Märkte im Ausland zu erschließen und poche auf die Einhaltung marktwirtschaflicher Prinzipien, wie die Vertragsfreiheit für Unternehmen oder die Haftung des Unternehmens für schuldhaftes handeln. Eine Herausforderung der Wirtschaft bringen die sich verändernden Rahmenbedingungen (unter anderem demografischer Wandel, Rohstoffknappheit) mit sich und eine Aufgabe der IHK sei es, rechtzeitig und eindringlich darauf hinzuweisen.

Nachdem die schwierige konjunkturelle Lage bis dahin im Mittelpunkt stand, kam der Vortrag von Frank Thonig gerade recht. Der Geschäftsführer des Wittelsbacher Golfclubs berichtete nämlich auch von den positiven wirtschaftlichen Auswirkungen, die ein globales Sportereignis wie der Ryder Cup im Golf für Stadt, Landkreis und Region mit sich bringen könnte. Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds hat sich, wie berichtet, um die Austragung 2018 beworben. Im Mai wird feststehen, ob Neuburg Deutschland im europäischen Tauziehen um das Großereignis vertreten darf.

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