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Bestechungsskandal bei Elektronik-Kette

14.03.2012

Media Markt-Vorstand wegen Korruption angeklagt

Außenansicht einer Media Markt-Filiale: Zwei führende Mitarbeiter des Elektrokonzerns in Ingolstadt sollen fast fünf Millionen Euro Schmiergeld erhalten haben.
Bild: dpa

Zwei führende Mitarbeiter des Elektrokonzerns in Ingolstadt sollen fast fünf Millionen Euro Schmiergeld erhalten haben.

In der Korruptionsaffäre bei Media Markt hat die Staatsanwaltschaft Augsburg nach monatelangen Ermittlungen insgesamt neun Verdächtige ins Visier genommen. Im wesentlichen richten sich die Vorwürfe gegen den 53 Jahre alten Geschäftsführer verschiedener Unternehmen aus Wetzlar sowie gegen einen Regionalmanager von Media Markt aus dem Landkreis Landsberg und einen  47 Jahre alten Kaufmann, der dem Vorstand der Geschäftsführung des Elektroriesen angehörte.

Alle Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.

Die beiden leitenden Mitarbeiter von Media Markt sollen dem 56-Jährigen gegen Schmiergeld verschiedene Aufträge im Gesamtumfang von über 50 Millionen Euros zugeschanzt haben, so die Anklagebehörde. Laut Staatsanwaltschaft schmiedete das Trio bereits im Jahr 2005 Pläne, um die Konkurrenz im Rennen um die Auftragsvergabe auszuschalten. Die Anklage lautet auf "gewerbsmäßige und bandenmäßige Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit".

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Schmiergeld aufgeteilt

Die Schmiergelder in Höhe von fast fünf Millionen Euro teilten sich die beiden Mitarbeiter von Media Markt, so der Vorwurf. Laut Matthias Nickolai von der Staatsanwaltschaft Augsburg sind die zentralen Figuren in diesem Fall "im wesentlichen geständig". Die Staatsanwaltschaft hat den Fall zur Wirtschaftskammer am Landgericht Augsburg angeklagt. ann der Prozess beginnt, ist noch unklar.

Ebenfalls angeklagt sind Prokuristen und Geschäftsführer sowie ein Berater von Partnerfirmen von Media Markt und die Ehefrau des Regionalmanagers aus dem Kreis Landsberg. Sie soll über eine Firma unter ihrem Namen die Schmiergeldzahlungen mit Scheinrechnungen ermöglicht haben.

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