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Betreuung

16.07.2020

Mehr Kindergartenplätze für Ehekirchen

Die Gemeinde wächst und braucht mehr Kinderbetreuungsplätze. Der Entwicklungsausschuss des Gemeinderats hat sich jetzt mit dem Thema beschäftigt. Auch im Gespräch: ein Waldkindergarten

Ein Grundstück hätte die Gemeinde schon parat für einen neuen Kindergarten in Ehekirchen. In direkter Nachbarschaft des bereits bestehenden Hauses für Kinder warten rund 2500 Quadratmeter auf die Bebauung. Der Entwicklungsausschuss empfiehlt dem Gemeinderat einen Kindergarten für vorerst drei Gruppen, der dann aber aufgrund der Modulbauweise bereits die Möglichkeit der Erweiterung bieten wird. Als Standort wird das Gemeindegrundstück ins Auge gefasst.

Drei oder vier Gruppen – das war die Frage. Die Prognosen, wie viele Kinder in den nächsten Jahren einen Kindergartenplatz brauchen, sprachen eher für drei Gruppen. Allerdings wurden Bedenken geäußert, dass die Planungen bei vielen Gemeinden schnell überholt seien. Bürgermeister Günter Gamisch rechnete den Ausschussmitgliedern vor, dass in der Gemeinde gerade knapp 160 Wohneinheiten durch die Ausweisung neuer Bauplätze und durch Neubaugebiete entstehen. Statistiken würden zeigen, dass aus zwei Wohneinheiten ein Kind komme. Und immer mehr Familien würden ihre Kinder in eine Krippe und danach in den Kindergarten schicken. Momentan könnten alle Nachfragen nur mit dem Einsatz von Containern erfüllt werden, so Gamisch weiter.

Rund drei Jahre müsse man rechnen, bis der neue Kindergarten einsatzbereit sei. Deshalb will die Gemeinde möglichst schnell die Bauleitplanung anstoßen. Dafür muss zumindest das Grundstück festgelegt sein. Am Ende entscheidet der Gemeinderat, ob dort gebaut wird. Der Entwicklungsausschuss empfahl das Grundstück für den Kindergarten.

Außerdem beschäftigte sich der Entwicklungsausschuss mit dem Konzept eines Waldkindergartens. Dafür sollen zuerst einmal die Eckpunkte geklärt werden: Wer tritt als Träger auf? Wo könnte der Waldkindergarten entstehen? Wie schauen die Sicherheitsbestimmungen aus und wie können sie eingehalten werden? Findet sich genügend Personal für die Arbeit im Freien? Sind diese Fragen geklärt, soll durch eine Befragung der Bedarf ermittelt werden. Gamisch kann sich vorstellen, dass man sich mit einer anderen Gemeinde zusammentut und Gastkinder aufnimmt.

Engagierte Mütter hatten bereits Vorarbeit geleistet und der Gemeinde ein Grundkonzept vorgelegt. Auch die Ausschussmitglieder waren durchaus angetan von dieser Alternative. Klar diskutiert aber wurde, dass ein Waldkindergarten immer nur als Zusatzangebot und nicht als Ersatz für einen konventionellen Kindergarten etabliert werden könne. Allerdings sieht man in Ehekirchen durchaus Vorteile eines solchen Zusatzangebotes. Viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine größere Nähe zur Natur. Günter Gamisch riet dazu, Waldkindergärten in der Nachbarschaft zu besichtigen, zum Beispiel in Neuburg-Gietlhausen.

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